Gerichts-Prozess

Verwirrung um Leih-Geschäft: 40.000 Euro für ein Kilo Gold

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Wegen Betrugs musste sich jetzt ein 67-jähriger Mann vor der Strafrichterin des Amtsgerichts Werl verantworten.

Werl - Der Werler sollte einen Mercedes E-Klasse erworben haben, ohne den Geldbetrag von 6500 Euro zu zahlen.

Die Einlassung des Mannes zeichnete jedoch ein ganz anderes Bild. Demnach habe er dem Autoverkäufer 40.000 Euro für etwas mehr als ein Kilo Gold geliehen und zwar noch zu Zeiten, als sein Sohn ein Pfandhaus besessen habe. Als der Mann nach drei Monaten die 40.000 Euro nicht zurückzahlen konnte, habe man sich geeinigt, dass er die Summe abstottern dürfte und zwar durch den Verkauf von Autos.

Dafür habe dieser vom Angeklagten anteilig Goldschmuck wie Armbänder, Ringe und Münzen erhalten. Als Beweis wurde ein Schriftstück vorgelegt, das angeblich der Autoverkäufer aufgesetzt hatte. In dem waren Beträge aufgeführt und Goldgegenstände verzeichnet. Richterin und Vertreterin der Staatsanwaltschaft waren irritiert.

„Warum sagen Sie das erst jetzt?“, wollten sie vom Angeklagten und seinem Verteidiger wissen. Ein genaueres Studium der Ermittlungsakten zeigte, dass dort durchaus auch vom Gold die Rede ist. Die Richterin erklärte den Zeugen, dass es sich offensichtlich um einen Vorgang handele, der vor ein Zivilgericht gehört. Sie stellte das Verfahren mit Zustimmung der Vertreterin der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten ein. Dieser trägt gerne die Kosten des Anwalts, denn: „Damit ist die Sache zum Glück erledigt“, wie er erklärte.

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