Werler Verkehrskonzept: Kämperstraße bleibt „einseitig“

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Die Kämperstraße ist ab dem Parkhaus für den Verkehr Richtung Kälbermart gesperrt – und soll es bleiben.

Werl - Die Frage wurde von mehreren Seiten betrachtet – um dann zur Empfehlung zu kommen: Die Kämperstraße sollte nur „einseitig“ befahrbar bleiben. Eine beidseitige Öffnung für Radler ist aber möglich.

Baulich machbar wäre eine beidseitige Öffnung der Straße im Herzen der Altstadt. Und klar ist: Sie würde die Verkehrsströme verändern. Ob das aber Sinn macht, war die Frage, die das Verkehrskonzept für Werl klären sollte.

In der Präsentation im Planungsausschuss ließ der Gutachter die Frage außen vor, weil die Kämperstraße keine verkehrswichtige Straße sei. Auf Anzeiger-Anfrage teilt die Verwaltung gestern aber mit, dass der Gutachter die beidseitige Öffnung nicht empfehle. Die Argumente Einerseits würde eine Befahrbarkeit in beide Richtungen bauliche Maßnahmen am Kreisverkehr Kälbermarkt nötig machen.

Zu schmal für Begegnungsverkehr

Denn hier wäre die Straße zu schmal für Begegnungsverkehr. Außerdem müssten die Stellplätze am Straßenrand für Pkw komplett wegfallen. Der Parkdruck in der Innenstadt gilt aber schon jetzt als hoch. Doch vor allem sei die Änderung auch aus verkehrsplanerischer Sicht nicht erforderlich, so der Gutachter.

Denn die Öffnung der Kämperstraße würde zwar entlastend für die Hedwig-Dransfeld-Straße wirken. Ob dort aber 14.000 oder dann nur noch 12.000 Fahrzeuge am Tag fahren, wirke sich in der Wahrnehmung nicht gravierend aus.

Die Stadt müsse sich – nicht zuletzt mit Blick auf das bevorstehende Stadtentwicklungskonzept ISEK – fragen, ob sie wirklich mehr Verkehr in die Altstadt ziehen wolle. Das, so der Gutachter, würde durch die Öffnung der Kämperstraße passieren.

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