Urteil vor Gericht

Werler überfällt seinen Dealer - jetzt muss er ins Gefängnis

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Zehn Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung, aber Freispruch vom Vorwurf des schweren Raubes: So lautet das Urteil gegen den 36-jährigen Werler, der zuletzt in der JVA Hamm einsaß.

Arnsberg/Werl/Hamm - Der Werler Angeklagte hatte sich seit Ende August vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Arnsberg zu verantworten. Mit dem Strafmaß blieb die Kammer über dem Antrag des Vertreters der Staatsanwaltschaft, der acht Monate beantragt hatte.

Das Gericht vermochte die Beteiligung des gebürtigen Russen am Raubüberfall auf seinen Drogendealer nicht zweifelsfrei zu bejahen. Damit war er nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ freizusprechen. Den Angriff mit der Eisenstange auf einen Nachbarn des Drogendealers, der zehn Tage später erfolgte, sah das Gericht hingegen als erwiesen an.

Entschuldigung beim Opfer

Zumal sich der Angeklagte teilweise geständig zeigte und sich beim Opfer entschuldigt hatte. Allerdings sah das Gericht im Unterschied zur Verteidigung keine Anhaltspunkte dafür, an der vollen Schuldfähigkeit des Mannes zu zweifeln.

Obgleich der Angeklagte im Tatzeitpunkt Drogen und Alkohol konsumiert hatte, sah die Kammer die Steuerungsfähigkeit des Mannes nicht als maßgeblich beeinträchtigt an. Den Antrag der Staatsanwaltschaft erachtete das Gericht als zu milde und verhängte die Strafe von zehn Monaten ohne Bewährung.

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