Tränen zum Schulstart

Ursulinen teilen Klassen an Realschule neu auf 

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An der Ursulinenrealschule Werl begann der Schulstart mit einer unangenehmen Überraschung für die neuen Siebener-Klassen.

Nicht viel zu melden gab es für die Schüler. Und das lag nicht daran, dass Lehrer im Unterricht zu schwere Fragen stellten. Vielmehr stand der neue 7er-Jahrgang der Ursulinenrealschule zum Schulstart vor vollendeten Tatsachen: Zur Überraschung der Schüler wurden die Klassen geteilt.

Werl – Aus drei wurden vier Klassen. Die Verkündung lief nicht ohne Tränen ab, sagt der für die UR zuständige Abteilungsleiter Rainer Dyrlich. Er versichert aber auch: Die Schule habe sich die Neuaufteilung alles andere als leicht gemacht, dabei Freundschaften berücksichtigt und auch auf die Verteilung der Geschlechter geachtet.

Vor allem aber habe der Schritt einen Grund: „Die Klassen waren viel zu groß geworden.“ Durch Wiederholer und Schulformwechsler hätte die Schülerzahl jenseits der 35 pro Klasse gelegen – nicht machbar und auch nicht sinnvoll sei das, sagt Dyrlich. „Aus den ohnehin großen Klassen wären noch viel größere geworden.“ 

Also überlegte das Kollegium zum Ferienstart, wie zu verfahren ist. Man habe die Schüler nicht zum Start der Sommerferien damit konfrontieren wollen, um ihnen nicht die Ferienlaune zu vermiesen; Am Mittwoch aber war die Überraschung groß. Dabei habe man versucht, den Schülern die Aufteilung schonend zu vermitteln. „Aber wir hätten die Entscheidung nicht anders treffen können.“ Es habe zwar viele „bedröppelte Gesichter“, aber auch viel Einsicht und Gelassenheit gegeben, sagt Rainer Dyrlich.

 Die Eltern sind per Brief informiert worden, auch die Pflegschaft wurde in Kenntnis gesetzt. Nun werden im Jahrgang 7 der UR zwischen 25 und 28 Schüler pro Klasse unterrichtet. „Und die haben nun vier Jahre Zeit, sich zu finden und zusammenzuwachsen.“

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