Kettler sieht sich nach "turbulentem Jahr" auf gutem Weg

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Kräftig investiert hat der Freizeitartikler Kettler in diesem Jahr in seine Werler Standorte. Das Luftbild zeigt das Werk in der Mersch.

Werl - Der Freizeitartikel-Produzent Kettler blickt auf ein turbulentes und nicht immer einfaches Jahr zurück. An dessen Ende überwiegt aber offensichtlich die Zuversicht, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Das ist einer Bilanz und einem Ausblick des Unternehmens zu entnehmen.

„Nach Beendigung der Insolvenz im Frühjahr und dem Neustart des Unternehmens zum 1. April wurden die notwendigen Schritte zur Sanierung des Betriebes weiter fortgesetzt", heißt es in der Mitteilung die Stefanie Risse, im Unternehmen fürs Thema Kommunikation zuständig, in Absprache mit der Chefetage formuliert hat. Insbesondere die Umzüge der Fertigungsstätte Ense-Parsit nach Werl-Sönnern sei eine wesentliche Maßnahme, die vollzogen werden musste. "Für die Mitarbeiter, die viele Jahre in Ense-Parsit tätig waren, war diese Entscheidung – in vielen Fällen – nachvollziehbar, aber schwer anzunehmen." 

In Sönnern sei in eine neue Fertigungsanlage investiert worden, heißt es in dem Kettler-Bericht: "Wir können nun auf dieser Anlage Produkte aller Geschäftsbereiche bearbeiten und erreichen eine deutlich höhere Effizienz." Ebenso unerlässlich sei die Lagerkonsolidierung gewesen, die nun ebenfalls vollständig abgeschlossen sei. "Der Kettler-Versand befindet sich nun ausschließlich in unserem Werk in der Mersch. Hier haben wir in neue Lagersysteme investiert", heißt es von Unternehmensseite. 

Umstellungen bei laufendem Betrieb

Innerhalb der Verwaltung habe man ein Kunden-Kompetenz-Center eingerichtet. Von hier aus soll die Kundenbetreuung nun übergreifend für alle drei Geschäftsbereiche (Sport, Freizeitmöbel, Spiel und Kind) gesteuert werden. Diese Umstellungen und Veränderungen habe Kettler bei laufendem Geschäftsbetrieb gemeistert, weiter planmäßig produziert und die Kunden beliefert. Im Frühjahr habe das Unternehmen – parallel zum Insolvenzende – mit dem Rohrwerk auf der Messe Tube in Düsseldorf ausgestellt. Die neuen Freizeitmöbel für 2017 habe man auf den Messen gardiente und spoga-gafa präsentiert. 

"Das alles war nur möglich, weil wir als Team im Unternehmen gut funktioniert haben – insbesondere nachdem wir nun mit einer deutlich reduzierten Mannschaft die Sanierungsaufgaben neben dem Tagesgeschäft zu bewältigen haben", so Risse. "Erst kürzlich haben wir die Ausgliederung des operativen Geschäfts der Heinz Kettler GmbH & Co. KG auf die Kettler GmbH vollzogen. Das war ein weiterer Meilenstein im Zuge der Sanierung und der finale Schritt in der Umsetzung des Finanzierungskonzeptes unter Landesbürgschaft." 

Firmen-Museum in Parsit

Bis Ende des Jahres soll eine Ausstellung mit dem aktuellen Produktportfolio in den Werkshallen in Parsit eingerichtet werden. Hier wird es auch ein kleines Museum geben, in dem die Historie des Traditionsunternehmens dargestellt werde. 

Aktuell bereitet sich Kettler auf die bevorstehenden Messen Anfang Februar 2017 vor: "Wir werden, wie gewohnt, auf der Ispo in München sowie auf der Spielwarenmesse in Nürnberg unsere neuen Produkte präsentieren." Im Bereich Freizeitmöbel habe im vergangenen Jahr das wettermäßig schlechte Frühjahr Kettler das Leben schwer gemacht. Ein schlechtes Frühjahr wirke sich zwangsläufig auch auf das Saisongeschäft aus. Diesem Effekt will Kettler mit einem neuen Freizeitmöbelprogramm entgegenwirken, das im März vorgestellt werden soll. 

Das Fazit "eines turbulenten Jahres" aus Unternehmens-Sicht: "Wir haben als Gemeinschaft viel erreicht. Das Unternehmen konnte jederzeit auf seine Mitarbeiter zählen, sonst hätten wir diese vielfältigen Aufgaben nicht bewältigen können. Es wird auch noch ein weiter Weg zu gehen sein – und bis sich alle Mitarbeiter an ihren teilweisen neuen Arbeitsplätzen eingelebt haben, wird es noch ein wenig Zeit brauchen." Auch die vielen betrieblichen Umstellungen müssten sich erst noch vollständig einspielen. "Die Anforderungen an die Belegschaft waren hoch im vergangenen Jahr", heißt es im Pressetext. 

Eine Bestätigung durch den Endkunden sieht Kettler in der Auszeichnung des Wirtschaftsmagazins Wirtschaftswoche als „Marke mit dem besten Image“ (im Bereich Sportartikel).

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