Intensivpflege in den Jungkulturen

Im Werler Stadtwald ist Unkrautjäten angesagt

Diese Neuanpflanzungen im werler Stadtwald sind vom konkurrierenden Unkraut befreit
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Diese Neuanpflanzungen im Stadtwald sind vom konkurrierenden Unkraut befreit.

 „Wir brauchen Regen, Regen, Regen...“. Es ist noch nicht lange her, da hatte des Försters Wunsch angesichts der trockenen Sommer der Vorjahre durchaus seine Berechtigung.

Werl - Die Regenmengen der vergangenen Woche hätten in der komprimierten Masse sicher nicht sein müssen. Aber Jürgen Staubach, bei der Stadt Werl unter anderem auch für den Stadtwald zuständig, ist von diesem Lebenselixier für junge Bäume dann doch „total begeistert“. Denn die Neuanpflanzungen der vergangenen Monate erfahren durch die feuchte Witterung einen ordentlichen Wachstumsschub.

Der Douglasien-, Lärchen- und Roterlen-Nachwuchs, der im Zuge der ersten Nachpflanzungswelle im heimischen Forst in den Boden kam, gedeiht prächtig. Mit etwa einem Meter Größe sind die jungen Bäume gestartet, inzwischen haben sie stattliche zwei bis drei Meter erreicht. „Und daran habe ich besonders Freude“, gesteht Staubach. Für die Küstentannen-Kulturen rechnet er mit einem etwas späteren Wachstumsschub, das sei aber eben Art-bedingt.

Sven Jannak vom Forstbetrieb Jannak ist mit der Mulchraupe auf Mission gegen wucherndes Unkraut.

Der Leiter des Werler Kommunalbetriebs (KBW) ist einerseits froh über die momentan ausgezeichneten Bedingungen für junge Bäume, die mal groß werden wollen. Das feuchte Wetter hat aber im wahrsten Wortsinn auch seine Schattenseiten, denn das unerwünschte Konkurrenzgrün wie Brombeeren und Farne auf den einzelnen neuangepflanzten Arealen schießt ebenso schnell ins Kraut. Einen ersten Pflegegang erledigten die KBW-Mitarbeiter bereits im Frühjahr. „Jetzt explodiert alles“, stellt Jürgen Staubach fest. Und darum sind die Forstmitarbeiter auch in diesen Tagen mit ihrem Mähwerkzeug wieder zwischen den Pflanzreihen unterwegs, um die Jungbäume freizuschneiden – Unkrautjäten im größeren Stil.

Neben dieser routinemäßigen Kulturpflege steht im heimischen Forst als nächster Termin die Eröffnung des neuen Trimm-Dich-Pfads am 24. Juli an. Und für den Herbst das nächste größere Neuanpflanzungsprojekt mit über 7 000 Jungbäumen. Schließlich will man die Herausforderung meistern, bis 2025 jährlich 32 000 neue Bäume zu pflanzen – so viele wie die Stadt Werl an Einwohnern zählt. Insgesamt betrage die Aufforstungsfläche 60 Hektar. Bis der Bestand nach zwei drei Jahren sich selbst überlassen werden kann, müsse man mit Kosten von 10 000 Euro pro Hektar rechnen.

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