Üble Schmierereien im Werler Stadtgebiet

Auch auf dem Gelände der Franziskaner trieben die unbekannten Schmierer ihr Unwesen. ▪
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Auch auf dem Gelände der Franziskaner trieben die unbekannten Schmierer ihr Unwesen. ▪

WERL ▪ Staatsschutz und Kriminalpolizei fahnden nach bislang unbekannten Tätern, die in der Nacht zu Donnerstag das Werler Stadtgebiet mit antisemitischen Sprüchen und Hakenkreuzen überzogen haben.

Die üblen Schmierereien haben in der Bevölkerung für einen Aufschrei der Empörung gesorgt – die Ermittler tun alles, um die Straftäter zu ermitteln. „Allerdings sind wir auf die Mithilfe der Menschen angewiesen,“ betont Polizei-Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper.

Der oder die Täter haben enormen Aufwand betrieben, um ihre widerwärtigen Botschaften kundzutun. Die Schmierereien ziehen sich zumindest durch die gesamte Kernstadt. Betroffen sind zahlreiche Schulen – Anzeigen liegen von der Petrischule, der Walburgisschule und der Städtischen Realschule vor, weitere sind angekündigt. An der Sakristei der Pfarrkirche St. Norbert finden sich die gegen Juden gerichteten Sprüche ebenso wie am Kloster der Franziskaner. Auch an der erst kürzlich eröffneten GenussWerkstatt an der Hammer Straße verewigten sich die Schmierer, ebenso an einer Plakatwand an der Soester Straße.

Dass es sich in allen Fällen um dieselben Täter handelt, gilt nach Auskunft der Polizei als sehr wahrscheinlich. Ob es sich um politisch motivierte Taten handelt, ist dagegen eher fraglich. Oft sind es hirnlose Idioten, die für solche Schmierereien verantwortlich sind. Die Stadt Werl hat spontan 500 Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Wer immer in der Nacht zu Fronleichnam Verdächtiges bemerkt hat, sollte sich an die Werler Polizei, Telefon 91000, wenden.

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