Übergangslösung für Büdericher Kita

Zwei Container für das "Abenteuerland"

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Am Alt-Standort der Kita Abenteuerland an der Friedrichstraße in Werl-Büderich werden bis zum Einzug in die neue Kita zwei Container aufgestellt für die dritte Gruppe.

Werl - Nach langen Überlegungen ist eine Lösung für die dritte Gruppe der Kita Abenteuerland, die so genannten „Krümel“, gefunden: Bis zur Fertigstellung der neuen Kita an der Budberger Straße werden an der Friedrichstraße zwei Container-Module für die Betreuung der Kleinsten aufgestellt.

Passend zu „Krümeln“: Eine zeitweise Trennung der Gruppen ist damit vom Tisch. Das hat sagt Carsten Brassat, zweiter Vorsitzender der Elterninitiative, mitgeteilt. 

Die Elterninitiative habe zwei Container-Module für den Übergang bis zur erhofften Kita-Neueröffnung im Sommer 2019 gekauft. Später sollen sie mit an die Budberger Straße umziehen und als Garten- und Abstellraum dienen.

Man habe sich aus mehreren Gründen für diese Lösung entschieden, sagt Brassat. So könne die dritte Gruppe schon jetzt starten, ansonsten wäre das aus Platzgründen nicht möglich gewesen. Vor allem aber werden alle Kinder an einem Ort und nicht getrennt betreut. 

Die zunächst ins Auge gefaste Alternative im Pfarrheim kam letztlich ebenso wenig in Frage wie die Nutzung von Räumen der Marienschule. „In beiden Fällen hätte die Gruppenstruktur bis zum Einzug in den Neubau komplett geändert werden müssen.“ Dies habe die pädagogische Leitung im Sinne der Kinder abgelehnt. „Auch waren die Räume zum Teil gar nicht oder nur bedingt für den Betrieb einer Kindergartengruppe geeignet.“ 

Die Container werden links vor dem Gebäude in der Friedrichstraße aufgestellt; dadurch fallen zwei Parkplätze weg. „Da die Stadt Werl kein Geld zur Verfügung stellen kann, greift die Elterninitiative selbst in die Kasse und finanziert die Übergangslösung im Wert von rund 18 500 Euro“, so Brassat. So können acht Kinder im Alter von null bis 2 Jahren – und damit die Hälfte der möglichen Gruppenstärke – aufgenommen werden. Drei Erzieherinnen sind für die Gruppe eingeplant. Die anderen beiden Gruppen bleiben komplett erhalten. Insgesamt werden somit 53 Kinder das „Abenteuerland, das aus Platzgründen neu gebaut werden soll, ab August besuchen. 

Seit Mai kenne der Vorstand der Elterninitiative den Investor der neuen Kita, die Firma Materio (Soest). Schnell sei klar gewesen, dass die Übergangslösung bis zum Einzug nicht nur wenige Monate, sondern bis zu einem Jahr dauern werde. Die Module sind zusammen 30 Quadratmeter groß. Sie erhalten eine direkte Verbindung zum Innengelände. Die Vorteile: „Alle drei Gruppen bleiben nah beieinander, und die Kinder können das teiloffene Konzept weiter (er)leben.“ Auch die Erzieherinnen können sich untereinander besser helfen – und die Kinder lernen sie alle kennen. 

Zur Finanzierung aus Vereinsmitteln habe man sich nicht zuletzt wegen der gesamten Konzeption des Abenteuerlands entschlossen. „Wir reißen damit zwar eine Lücke in unser Budget, hoffen jedoch, dass wir dies zum Teil mit Fördergeldern oder Spenden von anderer Stelle wieder auffüllen können“, sagt Carsten Brassat. 

Darüber hinaus wird die Kita ein Kooperationsangebot der Mariengrundschule nutzen: Es wird AGs in den Räumen der Schule geben, um den Kita-Alltag zu entzerren. In der Schule stehen den Kita-Kindern ein Teil des Schulhofes, ein Bewegungsraum, die Aula, die Sporthalle, der Musikraum und der Innenhof zur Verfügung. Das schaffe die Möglichkeit, Angebote zur Bewegung, Verkehrserziehung, Musik und Sport zu realisieren. „Außerdem kann die Schulkind-Eingewöhnung direkt vor Ort gemacht werden“.

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