Mehr Hochzeiten als in 2019

Werler heiraten gegen den Landestrend

 Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne platzen lassen, das Standesamt Werl kann das nicht bestätigen
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Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne vorerst platzen lassen - in Werl aber nicht.

Die Werler lassen sich das Heiraten nicht vermiesen. Während nach Informationen des Statistischen Landesamts NRW-weit die Zahl der Eheschließungen Corona-bedingt deutlich hinter der der beiden Vorjahre zurückbleibt, übersteigt sie in Werl sogar die des Vorjahres.

Werl - Zum einen liege dies daran, dass 2019 in dieser Beziehung relativ schwach ausgefallen sei, während 2018 „ein Mega-Jahr“ war, berichtet Helga Idem vom Werler Standesamt. „Im Frühjahr gingen wir noch davon aus, dass 2020 besser werden würde als 2018.“ Stand 20. September verzeichnete ihre Abteilung 95 Hochzeiten – genau ein Jahr zuvor waren es 92.

Es habe zwar „eine oder zwei Handvoll Absagen“ gegeben, doch ein großer Teil sei im August oder September bereits nachgeholt worden. Die übrigen wurden ins kommende Jahr verschoben.

Allerdings müsse man bedenken, dass sich in Werl viele Paare aus anderen Kommunen das Ja-Wort gäben, fährt die Standesbeamte fort. Das liege zum einen daran, dass man hier auch in gleich fünf Restaurants heiraten kann. In Soest beispielsweise ist diese Möglichkeit überhaupt nicht gegeben.

Zum anderen habe sie von Paaren aber auch gehört, dass die Reglementierungen während der Pandemie andernorts deutlich strenger seien, so Helga Idem weiter: „Es soll Städte und Gemeinden geben, da sind ungeachtet der Größe des Trauortes maximal zehn Personen zugelassen.“

Dies ist in Werl seitens der Stadtverwaltung ausschließlich im hauseigenen Trauzimmer im Rathaus so vorgeschrieben. Grundsätzlich gilt auch hier die Aufforderung, Abstand zu halten und beim Betreten des Rathauses und des Trauzimmers eine Maske zu tragen. An den übrigen Trauorten hingegen legen die Gastronomen die maximale Teilnehmerzahl fest. Die Obergrenze liegt laut Homepage der Stadt Werl bei 150 Personen. Die Namen aller Anwesenden sind zu protokollieren, um eventuelle Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Sollte sich die Corona-Lage wieder drastisch zuspitzen, könnte dies dazu führen, dass Eheschließungen abermals gar nicht oder nur noch mit den Eheleuten durchgeführt werden. In dem Fall werde das Standsamt die Eheleute entsprechend informieren

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