Trauer in Werl um Opfer des Flugzeug-Abschusses

Rosen, Kerzen, Teddys und drei Bäume sollen an ausgelöschte Familie erinnern

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Werl trauert um die drei Opfer aus der Stadt nach dem Abschuss von Flug PS 752 im Iran.

Flug PS 752 wurde abgeschossen, eine iranische Rakete hat die Boeing vom Himmel geholt. Um drei Werler Opfer des Flugzeug-Abschusses, bei dem 176 Menschen ums Leben kamen, trauerten am Sonntag mehrere hundert Menschen. Neu gepflanzte Bäume sollen an die Opfer erinnern.

Werl –In der abgeschossenen Maschine befanden sich auch eine Mutter (30) mit Tochter (8) und Sohn (5) aus Werl. Am Sonntag kamen mehrere Hundert Menschen in die Overbergschule, um ihrer Anteilnahme und tiefer Trauer Ausdruck zu verleihen. 

Die Betroffenheit in der Wallfahrtsstadt ist groß: Kerzen, Rosen, Teddybären und Fotos erinnerten an die anerkannte Asylbewerberin mit afghanischer Staatsbürgerschaft und ihre zwei Kinder. 

Arbeitskollegen, Mitschüler und Freunde vieler Nationalitäten waren erschüttert, aufgewühlt, ratlos, wütend. „Bei uns herrscht großes Unverständnis darüber, dass die Iraner die Tat erst tagelang abgestritten haben“, sagte Roland Pastoor (56), Initiator des Gartens der Kulturen, in dem sich die verstorbene Mutter bis zuletzt als Dolmetscherin engagiert hatte und als Verbindungsglied zwischen Geflüchteten und Einheimischen galt. 

„Sie war für die afghanischen Frauen in Werl insgesamt ein Vorbild, hat ihnen gezeigt, was möglich ist und als erste Flüchtlingsfrau in Werl einen Führerschein gemacht“, so Pastoor. Längst galt die Familie als Teil der Wallfahrtsstadt, in der sie niemals vergessen werden soll: Die Ehrenamtlichen des Gartens der Kulturen wollen drei Bäume für die drei Todesopfer pflanzen, damit die beliebte Flüchtlingsfamilie in den Erinnerungen der Werler weiterleben kann und Trauernde vor Ort einen Anlaufpunkt aufsuchen können.

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