Partei kürt Torben Höbrink

CDU-Bürgermeisterkandidat: Das hält er für das "dickste Brett", das es in Werl zu bohren gilt  

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Torben Höbrink (Zweiter von rechts) ist der CDU-Kandidat fürs Bürgermeisteramt. Zu den ersten Gratulanten gehörten seine Frau Sandra (rechts), die stellvertretende CDU-Chefin Beate Kohlmann und der CDU-Vorsitzende Gerd Petermann.

Werl - Die Werler CDU hat Torben Höbrink zum Bürgermeister-Kandidaten gekürt. Vor der Abstimmung vermittelte der 35-Jährige einen ersten Eindruck davon, welche Themen er für wichtig hält.

Die Werler CDU ist überzeugt davon, dass Torben Höbrink der Richtige für das Amt des Bürgermeisters ist. Bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Stadthalle wurde der 35-Jährige mit 66 von 68 Stimmen zum Kandidaten für die Kommunalwahl gekürt. Zwei Mitglieder enthielten sich der Stimme. 

„Werl ist lebens- und liebenswert, und ich möchte, dass das so bleibt“, sagte Höbrink vor der Abstimmung und vermittelte einen ersten Eindruck davon, welche Felder er als Bürgermeister beackern möchte. Als „dickstes Brett“, das es zu bohren gelte, bezeichnete er die Belebung der Innenstadt mit ihren Leerständen. Dies sei aus seiner Sicht eine Aufgabe, die Verwaltung, Politik, Immobilienbesitzer und die Bürger als Kunden gemeinsam lösen müssten. 

Wichtig sei, dass Werl Heimat für Jung und Alt biete. Es könne nicht sein, dass Interessenten nicht nach Werl ziehen, weil sie keinen Bauplatz finden. 

Kritik an "Kampf und Kindergartenplätze"

Höbrink kritisierte den „Kampf um Kindergartenplätze“.  Es sei nicht in Ordnung, wenn Westönner ihre Kinder fünf Kilometer bis zur Werler Kita fahren müssen, und die Kinder später in der Grundschule „Fremde im eigenen Dorf“ sind. 

Vereine zeigten, "wie Heimat geht"

„Wie Heimat geht“, zeigten die vielen Vereine. Sie trügen zur Bindung der Menschen an die Stadt entscheidend bei. Um diese zu unterstützen, regte Höbrink an, in der Verwaltung die Stelle eines „Ehrenamtsbeauftragten“ zu schaffen, der zum Beispiel bei bürokratischen Prozessen wie dem Beantragen von Fördermitteln hilft. Höbrink sprach sich für neue Gewerbeflächen aus, für Umweltschutz „ohne Ideologie“ und betonte die Bedeutung schneller Internetanschlüsse als Standortfaktor bei fortschreitender Digitalisierung. 

Höbrink lobt Mut zur Steuererhöhung

Höbrink lobte die Erhöhung der Grundsteuer. Andere Städte hätten diesen Mut nicht gehabt und in der Folge Schwimmbäder und Museen geschlossen. „Wir haben unsere Substanz erhalten.“ 

Und Höbrink machte deutlich, dass er sich langfristig engagieren will: „Die Projekte, die anstehen, lassen sich nicht in einer Wahlperiode erledigen.“

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