Vor dem "The Biggest Loser"-Finale

Julian: "Nicht damit gerechnet" - Kampf gegen Hass-Kommentare

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Julian Meyer (2. von links) kämpft am Sonntagabend um 20.15 Uhr bei „The Biggest Loser“ gegen drei weitere Finalisten um den Sieg und damit 50 000 Euro.

Werl - Dem Werler Julian Meyer winken beim Finale von "The Biggest Loser" am Sonntag 50.000 Euro. Wir haben bereits im Vorfeld mit dem 26-Jährigen sowie seinem Trainer Ramin Abtin gesprochen und sogar einen Vorher-Nachher-Vergleich angestellt.

Rund 24 Stunden dauerten alle bisherigen zwölf Folgen von „The Biggest Loser“ zusammen. 62 Kilo nahm Julian während der TV-Show ab – natürlich aber in einem deutlich längeren Zeitraum. Noch ist offen, wie viel der 26-Jährige zwischen Halbfinale und Finale abnehmen konnte. Das zeigt sich bei der letzten Sendung am Sonntag. 

Ein halbes Jahr lang hat sich Julian allein darauf fixiert, möglichst viel Gewicht zu verlieren. Vor dem Finale habe er täglich sieben bis neun Stunden trainiert – alles für den Erfolg: „Ob ich Zweiter, Dritter oder Vierter werde, ist mir egal. Es zählt nur der Sieg.“ 

Das Dasein als Student war für den Werler ein leichter Vorteil, denn nur so konnte er die Vorbereitung bei seinem Coach Ramin Abtin verbringen. Der gab ihm nochmals Ernährungstipps und half ihm auch beim Sport, wobei es vieles zu beachten gelte. „So haben wir bewusst kein Muskeltraining absolviert, denn Muskeln sind schwerer als Fett“, erklärt der 26-Jährige und stellt klar: „60 Prozent macht Sport aus, 40 Prozent das Essen.“ Gegen Ende werde die Bewegung noch wichtiger. 

Freude über Feedback

Für Julian war die Jubiläumsstaffel von „The Biggest Loser“ bereits jetzt ein Riesen-Erfolg. Er empfiehlt daher jedem, die Chance zu nutzen und sich zu bewerben. „Ich habe nicht einmal damit gerechnet, überhaupt genommen zu werden. Ich wollte damit nur meinen Eltern zeigen, dass ich alles versuche. 

Verwandlung: Einfach den Slider nach links oder rechts ziehen, um Julians Veränderung zu sehen.

Umso größer ist jetzt die Überraschung, im Finale zu stehen“, sagt der Werler, der die Show nie zuvor geschaut hat – auch in dieser Staffel noch keine Folge: „Ich finde es komisch, mich selbst im TV zu sehen.“ Das Finale am Sonntag will er allerdings mit seinen Fußballern am Büdericher Sportplatz schauen. Von mehreren Medien und Internet-Portalen wie tonight.de wird der Werler als Favorit gehandelt. SAT.1 verspricht in der Vorschau „das knappste Finale aller Zeiten“ – Spannung programmiert. 

Der junge Fußballtrainer hat inzwischen mit über 6000 Instagram-Abonnenten die größte Fanbase aller Kandidaten. Er ist bemüht, jede Nachricht zu beantworten, denn „jeder Fan verdient eine Rückmeldung“, allerdings erhält er bis 200 Nachrichten am Tag, 81 Prozent von Frauen. Die meisten Anhänger kommen natürlich aus Werl oder wohnen in seiner Heimatstadt Bremerhaven. Für Julian ist das eine ungewohnte Situation: „Man hat weniger Privatsphäre, wird jetzt auch auf der Straße erkannt. Und das von jetzt auf gleich.“ 

Hier geht es zu Julians Instagram-Profil

Viele Nachrichten seien „schön und ermutigend“, pushten ihn noch mehr. „Das Riesen-Echo ist grundsätzlich etwas Gutes, aber die Häufigkeit macht es aus.“ Ohne den Fans einen Vorwurf zu machen, gibt er zu: „Immer die gleichen Fragen gestellt zu bekommen, ist manchmal schon ein wenig nervig.“ Dennoch freut er sich über jedes Feedback. Oftmals gibt es Lob für die Ehrlichkeit, beispielsweise als er offen über das „Marshmallow-Drama“ sprach. Eher beängstigend sei hingegen, dass ihm schon Fotos von einem Haus beziehungsweise dem Klingelschild gesendet worden sind. 

Mit dem Ruhm kommen natürlich auch Kritiker, so dass Julian regelmäßig Hass-Kommentaren ausgesetzt ist – „Da ist schon viel Shitstorm dabei, aber das lese ich mir nicht durch.“ Meist erfährt er es von seiner Mutter, geht aber locker damit um. Beleidigende Nachrichten werden sofort gelöscht.

Trainer Ramin: „Viel taktischer gedacht“

Julian hat beim Kampf gegen die Pfunde viel Unterstützung erhalten. Den Erfolg hat er unter anderem seiner Familie, Freunden und dem Fußballverein zu verdanken, aber vor allem auch Ramin Abtin, der den 26-Jährigen während der SAT1-Show als Abnehm-Coach begleitete. 

Der 46-Jährige ist stolz auf seinen Schützling: „Ich bin sehr zufrieden mit Julians Leistung, schließlich steht er im Finale. Und das war wirklich schwierig in diesem Jahr.“ Denn die Konkurrenz sei deutlich stärker gewesen als in den vorherigen Staffeln. Den Werler habe von den anderen Kandidaten unterschieden, dass er „viel taktischer gedacht, aber natürlich auch einen außerordentlichen Willen und Ehrgeiz gezeigt hat“, so Abtin im Anzeiger-Gespräch. 

„Ich wünsche ihm, dass er immer auf sich Acht gibt“, sagt der Trainer, der den Kontakt halten möchte – „wir sind mittlerweile gut befreundet.“ Abtin ist für Julian inzwischen „wie ein bester Freund“, die beiden telefonieren mehrmals täglich. „Ich verspreche ihm, dass er Patenonkel von meinem ersten Kind werden soll, wenn es irgendwann so weit ist. Denn jedes Kind könnte sich freuen, so einen tollen Onkel zu haben“, so Julian.

Das Finale beginnt am Sonntag um 20.15 Uhr in SAT.1 und ist auch online auf sat1.de zu sehen.

Alle Anzeiger-Berichte im Laufe der Staffel

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