Kundgebung in der Fußgängerzone

Werler demonstrieren für mehr Klimaschutz

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Gut 150 Teilnehmer demonstrierten am Freitag in der Werler Fußgängerzone für mehr Klimaschutz.

Werl - Gut 150 Teilnehmer in der Spitze und über den gesamten Zeitraum verteilt noch deutlich mehr demonstrierten am Freitag in der Werler Fußgängerzone für mehr Klimaschutz. Sie reihten sich damit ein in zahlreiche Aktionen, die weltweit zum Klima-Aktionstag stattfanden.

Das Klimabündnis Werl hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Organisatorin Katja Kurte zeigte sich begeistert von der Resonanz: "Das war super. Wir hatten die Hoffnung, mit vielen Leuten ins Gespräch zu kommen und das ist uns voll gelungen."  Und es seien eben nicht nur Klima-Aktivisten gekommen. "Wir hatten auch einige kritische Gespräche."

Beeindruckt zeigte sie sich Kurte auch von der Beteiligung der Schüler. Alle weiterführenden Schulen Werls seien vertreten gewesen. Hinzu kamen noch Mädchen und Jungen der Wickeder Sekundarschule. 

Klimademo in Werl

Allein die Sälzer-Sekundarschule war mit 120 Schülern des kompletten siebten Jahrgangs dabei. 

Demonstranten reisen eigens aus Arnsberg an

Lena Hammecke war mit ihrer Tochter Mila (3) eigens aus Arnsberg angereist, weil es dort am Freitag keine vergleichbare Aktion gab. Warum? "Weil es uns alle angeht." Mila trägt ein Plakat, das einen selbst gemalten Baum zeigt. Mit Hammecke ist auch Anna Eifler mit Tochter Marlou nach Werl gefahren. Die Vierjährige trägt ein Schild mit der Aufschrift "Plastic is not fantastic".

Test des ökologischen Fußabdrucks

Lena Hammecke mit Tochter Mila (links) und Anna Eifler mit Tochter Marlou reisten aus Arnsberg an.

Elisabeth Luscher-Westhoff aus Ense füllte an einem Stand einen Fragebogen aus, um etwas über ihren ökologischen Fußabdruck zu erfahren. In einigen Bereichen versuche sie bewusst auf die Umwelt zu achten. Der Mann fahre ein Erdgasfahrzeug, und bei der Ernährung versuche sie weniger Fleisch zu essen. Auch die früher üblichen Flüge nach München seien inzwischen zu Gunsten von Bahnfahrten gestrichen. 

Bei einige Punkten ahnt die 57-Jährige bereits, dass sie dem Endergebnis nicht zuträglich sein werden: "Aber ohne PC verdiene ich nun mal kein Geld. Und von Ense nach Neheim ins Büro kann ich nicht mit dem Zug fahren."  Unter dem Strich kommt sie auf 345 Punkte und landet damit unter dem deutschen Durchschnitt. "Ich bin angenehm überrascht." Aber pro Kopf gerechnet verbraucht sie laut Test immer noch zu viel Ressourcen.

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