Hilfe, die unter die Haut geht

Werler lassen sich Tattoos für guten Zweck stechen

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Andreas „Winz“ Stephan tätowiert einen Kunden für den guten Zweck.

Werl – Es ging um kleine Tattoos, aber um wesentliche größere Zeichen: Solche Zeichen nämlich, sie haben jene Kunden der „Werler Tattoo-Schmiede“ am Wochenende an der Steinerstraße gesetzt. Und zwar in Form von Tätowierungen.

Inhaber Andreas „Winz“ Stephan hatte sich die Aktion für den krebskranken Oskar aus Hilbeck ausgedacht und zog am Ende ein positives Fazit. 

„Alle, die sich angemeldet haben, sind gekommen“, so Winz. Die eigenen Erwartungen seien somit „übertroffen worden“. Dabei sei es nicht bei den Kunden geblieben, die sich zu einem Sonderpreis ein kleines Tattoo stechen ließen. Vielmehr hätten benachbarte Geschäftsleute oder Freunde im kleinen Laden in der Fußgängerzone hineingeschaut und hätten sich mit einer spontanen Spende an der Aktion beteiligt. „Einer hat einfach so einen Fuffi reingebracht“, freut sich Winz. 

„Wenn man sich vorstellt, dass das dein Kind ist…“.  

Andere, deren Möglichkeiten begrenzt sind, hätten sich trotzdem sehr gerne mit fünf Euro beteiligt. „Für mich wurde es sowieso einmal wieder Zeit“, sagt Christian. Bei Facebook sei er auf das Angebot aufmerksam geworden und hätte nicht lange überlegt. Ohnehin komme er „öfter hierher“.  Letztlich könne er sich als Vater vorstellen, wie es der Familie gehen muss: „Wenn man sich vorstellt, dass das dein Kind ist…“.  

Seinen eigenen Sohnemann hat Christian mitgebracht. Während der sich im Sessel geduldig auf das fertige Kunstwerk freut, lässt sich der Papa am Unterschenkel ein Urlaubsidyll verewigen – Palmen inklusive. Ansonsten reichte die Motivvielfalt von der Hummel über den klassischen Anker bis hin zu Schwalben, dem Unendlichkeitszeichen oder dem Datum, mit dem man etwas verbindet. Das Geld wird Winz dem SV Hilbeck übergeben, der es dann an die Familie von Oskar weiterleiten wird.

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