Polizei ermittelt

Vandalen auf Westönner Friedhof wohl zwei Kinder

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Werl - Bei den Tätern des neuesten Falls von Vandalismus auf dem Westönner Friedhof handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um zwei Kinder. Das teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

Die jungen Vandalen haben nach Zeugenaussagen am Abend des 20. Januar bis zu 50 Gräber geschändet und Grabschmuck zerstört. Die Verdächtigen seien zwar gesehen worden, hätten jedoch fliehen können, berichten Anwohner. 

Nach neusten Ermittlungen sind die Gesuchten zwei Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, die von Zeugen beim Weglaufen gesehen worden sind. Nähere Angaben konnten die Zeugen laut Polizei nicht machen, da die Dunkelheit bereits eingesetzt hatte. 

Nach Gräbern sehen und bei Schäden Anzeige erstatten

Die Ermittler bitten Angehörige, nach den Gräbern zu sehen und im Schadensfall Anzeige zu erstatten. Insgesamt seien bereits vier Strafanzeigen eingegangen. Die Täter warfen Lampen gegen Grabsteine oder traten sie kaputt, zerfetzten Dekoration und rissen Pflanzen aus dem Boden. 

Im Anschluss liefen die Verdächtigen in Richtung Breite Straße und warfen in Höhe des Zebrastreifens Lampen auf die Fahrbahn. Dabei konnten Autos nicht rechtzeitig ausweichen und fuhren über die Scherben. Ein junges Paar wich einer geworfenen Grablampe gerade noch rechtzeitig aus. 

Wiederholter Vandalismus auf Friedhof

In den vergangenen Wochen ist es auf dem Westönner Friedhof wiederholt zu Vandalismus-Schäden gekommen. Der oder die Täter hatten es dabei auf den Grabschmuck abgesehen. Zerstörte und umgeworfene Schalen, Gestecke und Grablampen waren die Folge der Zerstörungswut. 

Das Gelände komplett zu überwachen, sei vollkommen unmöglich, so die Polizei. Im Rahmen des Streifendiensts werde sie jedoch nun vermehrt Kontrollen auf dem Friedhof durchführen. Wer immer am Freitagabend verdächtige Personen bemerkt hat, sollte sich bei der Kriminalpolizei in Werl melden: Telefon 02922/ 91000.

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