Super-Sommer 2018

Bestes Bad-Ergebnis seit Jahren in Werl

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Das Werler Freizeitbad verzeichnete starke Besucherzahlen, war nicht nur wie hier beim Ferienspaß 2018 gut gefüllt.

Werl - Der sprichwörtliche „Schlag ins Wasser“ sieht anders aus: Mit 191 751 Besuchern hat das Allwetterbad Werl das beste Besuchsergebnis seit 2010 verbucht. So viele Gäste zog es lange nicht ins Nass.

Allein im Vergleich zum Vorjahr passierten rund 20 000 Schwimmer mehr die Drehtore. Dabei gibt es einen wesentlichen Grund, der die Zahlen nach oben schnellen ließ: Der anhaltende und lange Sommer hat mehr Menschen ins Bad gespült. 

Dass dieser Faktor wesentlich ist für die gute Bad-Bilanz, zeigt der Blick allein auf die Sommer-Monate: 110 345 Besucher kamen in der Freibad-Saison. Im Vorjahr waren es nur 87 890 gewesen – und damit rund 25 000 Draußen-Schwimmer weniger. 

„Das gute Wetter hat sich auch bei uns richtig gut bemerkbar gemacht“, sagt Prokuristin Heike Nüse-Haake auf Anzeiger-Anfrage. Und ihre Bewertung der Jahresbilanz fällt dem entsprechend positiv aus: „Wir sind sehr zufrieden mit diesen Zahlen.“ 

Einbrüche beim Schulschwimmen

Allerdings fällt beim Blick auf die Hallenbad-Zahlen auf, dass diese im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind – trotz deutlich gestiegenen Gesamtzahl. Kamen im Jahr 2017 in der Hallenbad-Saison noch 83 822 Schwimmer, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 71 406. 

Zumindest einen Faktor für das Minus von über 12 000 Besuchern hat die Prokuristin ausgemacht: „Die Besuchszahlen der Schulen haben nachgelassen – was eigentlich schaden ist.“ Darin erkenne man mittlerweile einen Trend. Die Freude über die Gesamtentwicklung trübt das aber nicht beim Bäderteam. 

Diese Karten werden demnächst teurer im Freizeitbad

Die Investitionen in die neue Rutsche und in das Kinderbecken außen hätten sich positiv bemerkbar gemacht; auch das Angebot von Kursen werde gut angenommen. Größere Maßnahmen wird das Bad kurzfristig nicht mehr aufnehmen. Man sei gut aufgestellt nach den Investitionen der Vorjahre. Vorgesehen sind nur kleinere Arbeiten und Instandhaltungsmaßnahmen, wenn sie erforderlich werden.

Blick in die Zahlen

Beim Schulschwimmen verzeichnen die Bäder der Stadt Werl einen deutlichen Rückgang. Allerdings müsse man die Entwicklung differenziert betrachten, sagt Prokuristin Heike Nüse-Haake: So sei die Zahl der Schüler, die städtische Schulen besuchen, um rund 3000 gesunken.

 Im Gegenzug aber ist die Zahl der Schüler von privaten Schulen und der Förderschulen aber um 2 000 gestiegen, sodass sich ein Gesamt-Minus von rund 1000 ergibt. Es gebe Gründe für die Rückgänge, so die Prokuristin. 

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So hätten städtische Schulen geschlossen; einige kleinere Schulen hätten angegeben, sich das Schwimmen nicht leisten zu können. Und an anderen Schulen werde mit fehlenden Sportlehrern argumentiert, sodass die Betreuung der Schüler nicht ausreichend gewährleistet sei.

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