Störche fühlen sich wohl

Süße Frühlingsboten in Juni: Dreifacher  Nachwuchs im Kurpark

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Die Storchen-Babys bei ATU sind putzmunter.

Werl - Alle guten Dinge sind drei: Sowohl bei den ATU-Störchen als auch bei den Kurpark-Gänsen macht sich der Triple-Nachwuchs gut. Das zeigen aktuelle Fotos einer Leserin.

So berichtet Elisabeth Nachrichter von einer „positiven Entwicklung“ der Störche bei ATU. „Nach langem Beobachten haben sich drei gut entwickelte Junge gezeigt“, schildert sie. Werls Umweltbeauftragter Andreas Pradel beobachtet schon seit einiger Zeit die Geschehnisse um die Störche im Werler Norden.

So habe er bereits im April zehn Störche in den Sönnerbachwiesen beobachten können. Die Renaturierung durch den KBW habe sich bewährt, betont er. Nachdem auf der Laterne bei ATU gebrütet wurde, ist der dreifache Nachwuchs jetzt wohlauf. Pradel lobt dabei ausdrücklich das Verhalten der Firma.

Etwas Besonderes

Dass sich die Störche nicht zurückgezogen haben, „sondern die Laterne bei ATU kurzerhand als Ausweichstelle nutzten, spricht für die Qualität der Sönnerbachwiesen“, so Pradel. Schon in 2018 sei die künstlich geschaffene Nisthilfe nachts als „Altenteil“ genutzt worden, „als es im Nest auf der ATU-Laterne zu eng wurde“.

Zwei Brutstandorte im Abstand von nur 500 Meter seien schon etwas Besonderes. „Bleibt zu hoffen, dass das Umfeld genug Nahrung für beide Familien bietet“, fügt Pradel an. „Dafür, dass es im Stadtgebiet im letzten Jahr zum ersten Mal eine bekannte Storchenbrut gab, legt Werl jetzt in Sachen Storch ganz schön zu“, sagt er.

Tiere gehören zu den Nestflüchtern

Auch im Werler Kurpark gibt es Nachwuchs. Die drei „Küken“ der Kanadagänse, die noch keine acht Wochen alt sind, haben schon fast die Größe der Alttiere erreicht“, berichtet Anzeiger-Leserin Elisabeth Nachrichter. „Nur an Kopf und Hals haben sie noch den feinen Babyflaum“, sagt sie. Die Jahresbrut der Kanadagans ist normalerweise zwischen April und Juni.

Der Nachwuchs der Kanadagänse ist schon fast so groß wie die Eltern.

Die Tiere legen in der Regel vier bis sechs Eier, woraus die Küken nach einer Brutdauer von etwa 28 Tagen schlüpfen – meist mit ein wenig Verzögerung. Das Weibchen brütet dabei alleine und das Männchen bewacht den Brutplatz. Die jungen Tiere gehören zu den Nestflüchtern: Wenn sie das Nest verlassen, können sie schwimmen und alleine fressen. Die Küken bleiben für gewöhnlich bis zum nächsten Frühjahr im Familienverband zusammen.

 „In den vergangenen drei Jahren haben die Kanadagänse im Kurpark jedes Jahr mehrere Küken groß gezogen“, sagt Jürgen Staubach, Grünflächen-Abteilungsleiter beim Kommunalbetrieb Werl (KBW). Dabei seien es immer unterschiedlich viele Jungvögel gewesen. Obwohl die Kanadagans-Population, wie bei fast allen Gänsearten zuletzt deutlich gestiegen ist, sei der Nachwuchs im Kurpark aber kein Problem: „Die Küken bleiben nicht ewig da, sondern verteilen sich irgendwann in der Landschaft“, so Staubach.

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