Reibereien bei der Schauspielgruppe

Hinter den Kulissen der Salzbachbühne rumort es

+
Hinter den Kulissen der Salzbachbühne rumort es gewaltig.

Werl – Es gibt Theater bei der Salzbachbühne. Nach mehreren Reibereien und gegenseitigen Vorwürfen soll sich ein Teil der Laienschauspielgruppe von den Kollegen losgesagt haben. Die „Salzbachbühne“ steht einmal mehr vor einem Umbruch.

Mächtig viel Theater also. Aber das neue Stück, für das am Montag, 9. Dezember, der Vorverkauf auf dem Werler Weihnachtsmarkt startet, sei dadurch nicht gefährdet, betont die Vorsitzende Ilona Wijnen, die erst seit Kurzem im Amt ist und nun den Konflikt im Verein öffentlich machte. 

Schließlich habe der Vorstand nichts zu verbergen, wolle für Transparenz sorgen. „Wir haben immer Rede und Antwort gestanden und tun das auch jetzt noch – für alle Mitglieder.“

Die Konflikte innerhalb der Truppe schwelen demnach aber schon länger, auch wenn das im Mai noch allgemein bestritten worden war. Die Jahreshauptversammlung wurde beim Vereinsregister des Amtsgerichts Arnsberg beanstandet und musste jüngst wiederholt werden, weil zuvor nicht satzungsgemäß per Brief eingeladen worden war. 

Die Rede ist von WhatsApp-Gruppen, von Vorwürfen, auch von Schuldzuweisungen und Boykottaufrufen und gar der möglichen Gründung einer neuen Gruppe. 

Die Vorsitzende berichtet von Angeboten der Klärung, die es an die Abtrünnigen mehrfach gegeben habe. Gefruchtet habe das alles nicht. Eine gute Handvoll Aktiver bleibt im Unfrieden.

Da schon vorher andere Mitglieder aus unterschiedlichen, zum Teil persönlichen Gründen ihren Abschied von der Salzbachbühne verkündet hatten, werde der Verein zum Jahresende gut die Hälfte der rund 30 Mitglieder verlieren. Der Neuaufbau soll folgen, das Stück sei nicht gefährdet. 

Der ehemalige Vorsitzende Dirk Dülberg spricht von „zwei Interessensgruppen“ im Verein, die „meinungsmäßig geteilt“ seien. Er selber habe sich auch deshalb aus dem Vorsitz zurückgezogen, weil es Uneinigkeit bei der Ausrichtung der Salzbachbühne gab. 

Die geplanten Veränderungen, darunter die Einrichtung eines Vereinsheims im Bahnhof, seien nicht im Einklang mit seinen Vorstellungen zu bringen gewesen.

Richtig sei, dass es eine Gruppe von sieben bis zehn Mitgliedern gebe, die sich regelmäßig treffe und „auch mal kritisch und skeptisch ist“. Es gehe aber nicht um Austritte. Und eine „Gegengruppe“ sei definitiv nicht geplant, sagte Dülberg auf Anfrage unserer Zeitung. 

Es wäre aber nicht das erste Mal, dass es Absplitterungen von der Salzbachbühne gibt. Vor einigen Jahren spalteten sich „Die Hellweger“ ab. Um diese Truppe ist es längst wieder ruhig geworden. 

Auch früher schon gab es hin und wieder mal Querelen in der Schauspielgruppe, die dennoch auch rund 25 Jahren nach der Gründung noch immer Bestand hat. 

Nun stellt sich die Salzbachbühne mit fünf Akteuren auf die Bühne der Aula des Marien-Gymnasiums. „Das blaue Kabaherzblättchen“ ist ein Wortspiel aus drei Einaktern: „Das Kabarett“ sowie „Dein Herzblättchen oder Die Hochzeitsshow auf Kanal 98“ sowie „Das blaue Wunder“ werden dem Publikum in Eigenregie präsentiert. 

Dass das ankommt, davon ist die Vizevorsitzende Sophia Lorei überzeugt – die einzige übrigens, die aus der alten Vorstandsriege der Laienspielgruppe noch übrig geblieben ist.

Auftritte

Die Premiere des Stückes „Das blaue Kabaherzblättchen“ ist am Samstag, 7. März, um 18 Uhr. Weitere Vorstellungen: Sonntag, 8. März (17 Uhr) Samstag, 14. März (18 Uhr) Sonntag, 15. März (17 Uhr) Samstag, 21. März (18 Uhr) Sonntag, 22. März (17 Uhr).

Der Vorverkauf läuft über die Stadtinformation (Steinerstraße 2), die Pizzeria Capri (Hammer Str. 97), die Gärtnerei Schäfer (Soester Straße 40), die Buchhandlung Stein (Steinerstraße 10) und die Vereinsmitglieder.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare