Projekt Stadtquellen

Diskussion um bunte Markt-Bänke: Hinter Buchstaben steht ein Fragezeichen

Hingucker oder Fremdkörper in der Altstadt: Die bunten „Werl-Bänke“ am Fontänenfeld der Werler Stadtquellen sorgten bei der Vorstellung der Idee für Gesprächsstoff. Wie die Sitzmöbel letztlich aussehen werden, steht aber noch gar nicht fest.
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Hingucker oder Fremdkörper in der Altstadt: Die bunten „Werl-Bänke“ am Fontänenfeld der Werler Stadtquellen sorgten bei der Vorstellung der Idee für Gesprächsstoff. Wie die Sitzmöbel letztlich aussehen werden, steht aber noch gar nicht fest.

Vier bunte Bänke in Buchstabenform, die zusammen das Wort Werl bilden. Was ist eigentlich aus der kontrovers diskutierten Ergänzung des Stadtquellen-Projektes auf dem Werler Marktplatz geworden?

Werl - „Wir sind da dran, noch ist aber nichts entschieden“, sagt Jens Lücke, Vorstandsmitglied des Vereins „Historischer Stadtkern Werl“, der das mit Leader-Mitteln geförderte Projekt ehrenamtlich auf die Beine gestellt hat.

Der neuerliche Corona-Lockdown habe die Abstimmung im Vorstand und die Suche nach möglichen Alternativen erschwert, so Lücke. Er gehe aber davon aus, dass der Verein im März oder April eine Lösung präsentieren kann.

An dem grundsätzlichen Konzept, den Stadtquellen Sitzgelegenheiten in Form eines Werl-Schriftzugs zur Seite zu stellen, soll sich nichts ändern, sagt Lücke. Die Stadtquellen zu einem Ort der Begegnung zu machen, war schließlich auch elementarer Bestandteil des Förderantrags. „Wir sind überzeugt davon, dass die Leute heutzutage solche Identifikationspunkte in Städten suchen. Das kann man ja zum Beispiel bei Instagram beobachten.“ Und auch bei der Luftbild-Ansicht von Online-Diensten wie Google-Earth könnte ein großer Werl-Schriftzug auf dem Markt künftig seine Wirkung entfalten, glaubt Lücke.

Farbe und Material sind noch zu klären

Zu klären seien allerdings noch Material und farbliche Gestaltung der Bänke. Von diesen Faktoren sei letztlich auch die Finanzierung abhängig. Für den ursprünglichen Entwurf aus Glasfaser-verstärktem Hartschaum plante der Verein mit Kosten in Höhe von rund 24.000 Euro, das etwa 2,5 mal 2,5 Meter große „W“ war dabei bereits in den Gesamtprojektkosten für die Stadtquellen von rund 275.000 Euro enthalten. Die restlichen 18 000 Euro für „E“, „R“ und „L“ wollte der Verein über Crowdfunding finanzieren. Hierfür könne man aber natürlich erst werben, wenn klar ist, für was die Werler spenden können.

So soll das Fontänenfeld bei Nacht aussehen.

Die Anforderungen seien klar: Die Bänke müssen so transportabel sein, dass sie bei Großveranstaltungen vom Kommunalbetrieb bei Seite geräumt werden können. Sie dürfen aber auch nicht von jedem Passanten in einer Bierlaune verrückbar sein. Dem normalen Wochenmarkt stünden die Bänke nicht im Wege. Auch eine gewisse Haltbarkeit und Nachhaltigkeit sei wichtig, so Lücke.

Zehn Wasserfontänen

Noch bis Ende des Monats ist die Steinwerkstatt von Bernhard Sobbe mit der Gravur der 35 Steinplatten für das Fontänenfeld beschäftigt. Unter anderem wird auf den Platten später der Stadtumriss zu erkennen sein. Auf dem Marktplatz stehen als nächstes die Betonarbeiten an. Pumpentechnik und Zuleitungen sind soweit fertig. Zehn Wasserfontänen sollen künftig vor der Bärenapotheke sprudeln, nachts werden sie beleuchtet.

Ziel sei es, dass Fontänenfeld im Mai erstmals sprudeln zu lassen, so Lücke. Gerne würde man dies mit einem Fest verbinden. Doch da sorgt Corona für große Unwägbarkeiten. Zum Start soll dann auch zumindest die erste Buchstaben-Bank auf dem Markt stehen.

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