Stadt will neue Gewerbefläche bei Sönnern

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Auf den Feldern zwischen dem Gewerbegebiet „Maifeld“ (unten) und Sönnern (oben links) soll Gewerbe angesiedelt werden. Oben rechts ist das A.T.U-Logistikzentrum zu erkennen. Von dort schlängelt sich der Hansering bis zur Kreuzung Antoniusstraße/Maifeld. Der Ring soll künftig zwischen alten und neuem Gewerbegebiet hindurch bis zur Bundesstraße 63 verlängert werden.

Sönnern – Die Stadt schnürt am Ende einer langen Warteschleife ein „Gewerbepaket“ bei Sönnern: Die städtische Wirtschaftsförderung will noch in diesem Frühjahr die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Bebauung eines rund 31 000 Quadratmeter großen Areals südwestlich des Ortsteils schaffen.

Das hat Ulrich Canisius, Geschäftsführer der Werler Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWS), auf Anzeiger-Anfrage mitgeteilt. „Wir wollen die Fläche aktivieren.“ Ziel sei, möglichst schnell einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan hinzubekommen. „Wir möchten dort unterschiedliche Firmen ansiedeln“, sagt Canisius, der von einer „Paketlösung“ spricht.

 Schließlich gebe es zurzeit vermehrt Anfragen nach Gewerbeflächen gerade im kleinteiligeren Bereich zwischen 3 000 und 5 000 Quadratmetern. Dem wolle man Rechnung tragen. Dabei habe man auch Erweiterungsabsichten örtlicher Betriebe im Blick, versichert der GWS-Chef.

Aber auch die Nähe zum Ortsteil Sönnern werde man bei der Entwicklung des Areals berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, dass der Ortsteil von der Gewerbefläche weitgehend unberührt bleibt. Ob nun Höhenbegrenzungen oder Entfernungen zur Wohnbebauung – da sei einiges an Gestaltungsmöglichkeiten über die Art der Bebauung denkbar. Aber man befinde sich noch in einem „ganz frühen Stadium“ der Überlegungen.

Vor einigen Jahren hatte es massive Proteste im Ort gegeben, als ein Logistik-Firmenquartett aus dem Werler Norden auf diese Fläche bei Sönnern übersiedeln wollte. Letztlich zogen die Firmen ihre Interessenbekundung an einem Logistikzentrum zurück und entscheiden sich zunächst für einen Alternativstandort in Rhynern, um dann letztlich doch in Werl zu bleiben. 

Klar ist aber: Das Areal ist als Gewerbefläche ausgeguckt, und daran fehle es Werl zurzeit. Gerade deswegen wolle man das Grundstück bei Sönnern, das der Stadt gehört, „mit Hochdruck“ voranbringen, sagt Canisius. 

Eine Frage, die dabei noch zu klären sein wird, ist auch die Zuwegung zu dem neuen, kleinen Gewerbegebiet. Es liegt im Bereich der Antoniusstraße und der geplanten Weiterführung des Hanserings. 

Jene Fortführung des Hanserings bis zum Anschluss an die B 63/Iwering ist zwar planerisch durch, lässt aber wegen des noch immer fehlenden Planfeststellungsbeschlusses zum Weiterbau der A 445 noch länger auf sich warten. 

Schließlich sollen der Hansering und die A 445 miteinander verknüpft werden, wenn beide Straßen weitergebaut werden.

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