Grossmanns Haushaltsrede in der Ratssitzung

Stadt will den digitalen Ausbau an den Schulen

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Werl – Das Lernklima und der Klimaschutz waren zwei Bereiche, zu denen Bürgermeister Michael Grossmann gestern Abend in seiner Haushaltsrede im Rat Stellung bezog.

Ausführlich ging Grossmann auf die Digitalisierung ein: „Sie durchdringt alle Lebensbereiche“. Das Feld sei nicht neu, aber ein weiterer Ausbau dringend nötig. An der Digitalisierung führe kein Weg mehr vorbei: „Für unsere Kinder und Jugendlichen gehört sie im Grunde zur Lebenswirklichkeit.“ 

Umso wichtiger sei es, dass Werl ihnen an den Schulen ein modernes Lernumfeld bieten könne. Der vor vielen Jahren ins Leben gerufene Medienentwicklungsplan greife. Aber: „Um einen schnellen und leistungsfähigen Internetanschluss für eine zukunftsfähige Unterrichtsgestaltung gewährleisten zu können, ist die Erschließung der Schulen über Glasfaser zwingende Voraussetzung“, sagte Michael Grossmann. Dazu rufe die Stadt Bundes- und Landesfördermittel ab. 

Zunächst aber müsse viel Geld in die nötige Inhouse-Verkabelung in den Schulen gesteckt werden. In den nächsten drei Jahren soll das erreicht sein. Mit leistungsfähigen Netzen werde es „ganz andere Möglichkeiten der Wissensvermittlung geben“. 

Der Bürgermeister kündigte an, dass die Stadt eine Projektgruppe von Lehrern unterstützen wird, „die sich mit der zukünftigen Unterrichtsgestaltung mittels I-Pads quer durch alle Schulformen befassen wird“. Diese Gruppe startet nach den Herbstferien.

Auch zum Klimaschutz als „einem der Probleme, das am dringlichsten einer Lösung bedarf“, äußerte sich Grossmann. Die neue Arbeitsgruppe solle dem Rat zeitnah einen Vorschlag für die Verabschiedung eines Konzeptes vorlegen. Werl will zudem einen Klimaschutzmanager einstellen. Aber auch zuvor sei die Stadt nicht untätig gewesen. Insgesamt werden in Werl 43 Prozent des verbrauchten Stroms über erneuerbare Energien gewonnen. Bundesweit liege der Schnitt bei 35 Prozent. 

Als „größte ökologische Maßnahme“ bezeichnete der Bürgermeister den Abriss des Militärcamps im Stadtwald. 150 000 Bäume würden neu gepflanzt.

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