Planungen im Camp

Werls neuer höchster Punkt liegt im Wald

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So soll es auf der Plattform des dreieckigen Turms aussehen. Der Blick ist unverstellt von Bäumen in alle Richtungen möglich.

Werl - Gute Aussichten für Werl – und auf Werl und Umgebung: Durch einen jetzt geschlossenen Vertrag gibt es als „Sahnehäubchen“ den erhofften Aussichtsturm auf einem aufzuschüttenden Hügel: 35 Meter hoch, dreieckig, in sich gedreht und künftig der neue „höchste Punkt“ in Werl.

Der Vertrag sichert aber vor allem den Abriss aller 65 alten Militärgebäude im Stadtwald samt Wiederaufforstung und Bau des Landschaftshügels.

Der Turm wird den Abschluss bilden auf das Mammutprojekt im Wald, das ein Wertvolumen von 14 Millionen Euro umfasst. Und das, wie Bürgermeister Michael Grossmann anmerkt, „weit und breit seinesgleichen sucht“. 

Seit Jahren gibt es die Planungen, die nicht einfach zu realisieren waren. Zuletzt wurde per europaweiter Ausschreibung ein Partner gesucht, der die verfallenen Camp-Gebäude im Stadtwald abreißt und dafür im Gegenzug auf einem Teil der Fläche Bodenaushub lagern darf – rund zwei Millionen Tonnen.

Daraus wird innerhalb von rund fünf Jahren ein Landschafthügel im Wald modelliert, der 25 Meter hoch und öffentlich zugänglich sein wird. Der 35 Meter hohe Aussichtsturm aus Holz und Stahl wird oben aufgesetzt. Die Plattform wird 285 Meter über NN liegen. Es gibt dann kein höher liegendes Gebäude in Werl, sagt Stadtplaner Ludger Pöpsel. 50 Parkplätze an der heutigen Einfahrt zum Camp-Areal und Wege sowie einen Waldlehrpfad wird es geben.

Insgesamt ist das Projekt auf sieben Jahre angelegt. Zwei Firmen haben sich zusammengeschlossen, um es auf die Beine zu stellen: Die Hugo Schneider GmbH und die Bernhard Heckmann GmbH & Co KG, beide aus Hamm. Als Bietergemeinschaft hatten sie ihr Angebot eingereicht, nun wird daraus eine Arbeitsgemeinschaft. Dazu wird eine eigenständige Firma mit gegenseitiger Haftung gegründet.

Im Werler Rathaus wurde nun der Vertrag mit der Stadt geschlossen. Die geht davon aus, dass Werl für die Gesamtmaßnahme – inklusive der rund eine Million Euro Kosten für den Rückkauf des Waldes 2002 – kein Geld zuschießen muss, sondern mit einem leichten Plus abschließen wird.

Denn für die Firmen war der Entwurf nicht zuletzt deswegen reizvoll, weil sie für das Lagern von Boden viel Geld bezahlen müssen. Nun haben sie im Werler Wald auf Dauer Lagermöglichkeiten; wo immer sie eine Baustelle haben, fahren sie den Boden in den Wald, können das auch anderen Firmen anbieten und dafür Geld erhalten. Dabei betonen die Firmen, dass nur per Bodengutachter überprüfter Aushub eingebaut werden darf.

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