Stadt Werl profitiert von Glücksspielautomaten

+

WERL ▪ Glück hat an den Glücksspielautomaten nur einer, nämlich der, dem der Apparat gehört. Er sackt sich das Geld ein, das die Spieler dort verjubeln. Ein wenig von diesem „Glück“ profitiert auch die Stadt, denn sie zieht Vergnügungssteuer ein.

Im vergangenen Jahr flossen aus den Automaten in den Spielhallen und Gaststätten insgesamt 372 000 Euro in die Stadtkasse, Tendenz steigend. Für dieses Jahr stehen bereits 400 000 Euro als Einnahme aus der Vergnügungssteuer im Etatentwurf. Das liegt daran, dass im vergangenen Jahr eine weitere Spielhalle in Werl ihren Betrieb aufgenommen hat.

In Zukunft wird das aber nicht mehr so einfach sein, wenn der Glücksspielstaatsvertrag vor den Augen der EU-Kommission Gnade findet. Der Entwurf sieht vor, die Eröffnung neuer Spielhallen zu erschweren. So soll die Anzahl der Konzessionen begrenzt werden können, in einem Gebäude soll es keine Mehrfachkonzession mehr geben, und zwischen Spielhallen soll ein Mindestabstand einzuhalten sein.

Laut Guido Keßler, Abteilung Finanzen, gab es 2010 in Werl fünf Standorte für Spielhallen mit acht Konzessionen. Im Durchschnitt waren 92 Spielgeräte in den Spielhallen und 40 in gastronomische Betrieben bei der Stadt gemeldet. 2011 ist ein neuer Betrieb hinzu gekommen, mittlerweile sind es zwölf Konzessionen mit 128 Spielgeräten an sechs Standorten und weiterhin durchschnittlich 40 in gastronomischen Betrieben. ▪ uhu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare