Vor Umzug in den Neubau

Amtsgericht: Neuer Interessent bringt sich als Käufer ins Spiel

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Wird verkauft: das Amtsgerichts-Gebäude in der Innenstadt von Werl.

Werl – Justitia, die Symbolfigur der Gerechtigkeit und Rechtspflege, wird stets mit verbundenen Augen dargestellt. Die Stadt Werl aber will ein waches Auge haben bei der Frage, was mit dem heutigen Amtsgericht passiert.

Fakt ist: Das Gebäude am Markt wird bald leer stehen, wenn die Justiz das neue Amtsgericht an der Soester Straße bezieht. Der „Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW“ will das Gebäude am Markt dann verkaufen. „Dazu soll Mitte September zunächst ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren starten“, teilt Tim Irion aus der BLB-Presseabteilung auf Anfrage mit. 

Damit will der BLB ausloten, „welche Kaufinteressenten es gibt und für welche Zwecke sie die angebotene Immobilie erwerben möchten.“ Die Stadt kündigt ein Gespräch mit dem BLB an. Denn es sei nicht ausgeschlossen, dass die Stadt das Gebäude selber kauft, sagt Bürgermeister Michael Grossmann auf Anfrage. 

Ein solches Ansinnen, dem die Politik zustimmen müsste, könne Priorität bei der Vergabe haben, ohne dass die Stadt ein Vorkaufsrecht hätte. Wohnen oder Dienstleistung könne man sich gut in dem Haus am Markt vorstellen, sagt Grossmann. Auch ein Ärztehaus sei denkbar. Oder auch ein Hotel, falls es dafür nachweislich Bedarf gebe. 

Bürgermeister: "Wollen Einfluss nehmen"

„Wir wollen Einfluss nehmen, dass da nichts entwickelt wird, was städtischen Zielen widerspricht“, sagt Grossmann. Zumindest werde man scharf hinschauen, was da entwickelt wird – anders als Justitia...

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