60 Plaktrahmen sollen Werbewildwuchs eindämmen

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Konstantin Schröder, Mitarbeiter von Städtewerbung Schnelle, bringt einen der Aluminium-Rahmen an, in denen künftig für Veranstaltungen geworben werden darf.

Werl - Wer in Werl für seine Veranstaltungen werben will, darf künftig nicht mehr aus dem Rahmen fallen. Und das ist wörtlich zu nehmen. Ab dem 1. Januar sind Bäume und Co. für das Aufhängen von Plakaten tabu.

Stattdessen dürfen diese nur noch in 60 Aluminiumrahmen präsentiert werden, die die Firma Städtewerbung Schnelle (SWS) in diesen Tagen in der ganzen Stadt an Laternenmasten aufhängt. Die Stadt hat mit dem Unternehmen aus Büren einen Konzessionsvertrag bis zum 31. Dezember 2026 geschlossen. SWS ist demnach ab dem 1. Januar für Vermietung und Wartung der Rahmen zuständig. 

Jeder Verein, jedes Unternehmen, das hier Werbung betreiben möchte, muss künftig Miete bezahlen. Nur die Stadt hat sich im Rahmen des Vertrages die kostenlose Nutzung einiger Tafeln für eigene Veranstaltungen, wie zum Beispiel für das Siederfest, gesichert. Für gemeinnützige Einrichtungen und Vereine gebe es aber einen Rabatt, sagte Jörg Pierach von SWS. So bezahle ein Unternehmen für zwei Wochen Werbung pro DIN-A1-Plakatrahmenseite etwa 16,30 Euro, ein gemeinnütziger Verein 5,74 Euro. Kostenlos war die Werbung auch nach der bislang gültigen Regelung nicht. Wer Plakate in der Stadt aufhängen wollte, brauchte eine Sondernutzungserlaubnis und musste für diese Gebühren an die Stadt entrichten. Für das Aufhängen von 30 Plakaten mussten bislang 50 Euro entrichtet werden. Darin waren die Kosten fürs Auf- und Abhängen aber nicht enthalten. 

Will ein Verein künftig auf seine Veranstaltung hinweisen, kann er seine Plakate weiter in Eigenregie produzieren und an die Firma SWS schicken, die diese dann verteilt. Auf Wunsch, und gegen Mehrpreis, übernehme aber auch SWS die Gestaltung der Plakate. Darüber hinaus ist die Firma ab 1. Januar dafür zuständig, unerlaubte Plakatwerbung in der Stadt zu entfernen. 

Aus Sicht der Stadt gehe es vor allem darum, den Plakat-Wildwuchs einzudämmen, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Rosenkranz. Bei der Auswahl der Standorte habe man darauf geachtet, dass auch alle Ortsteile bedacht werden. Er gehe zudem davon aus, dass die Rahmen-Zahl ausreiche, um auch auf dem Höhepunkt der Schützenfest-Saison die Nachfrage bedienen zu können. Geworben werden darf nur für Veranstaltungen, nicht für Firmen oder Produkte. Nur Stadt und Stadtwerke dürfen leere Rahmen für ihre eigene Image-Werbung nutzen.

Kontakt: www.sws-pb.de, Telefon 0 29 55/74 88-80

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