Stiller Ort durch „stilles Örtchen“: Sporthalle dicht

WESTÖNNEN ▪ Das „stille Örtchen“ sorgt für einen dauerhaft stillen Ort: Wegen einer defekten Klospülung muss die Westönner Sporthalle für längere Zeit gesperrt bleiben.

Am 30. Dezember hatte eine Gruppe die Halle genutzt und mit ihr die Sanitäranlagen. Dann aber versagte unbemerkt die Toilettenanlage. Im Spülkasten lief Wasser ungebremst nach. Der Lokus-Lapsus hatte Folgen: Ein Rohr brach aus der Fassung, das Wasser suchte sich seinen Weg. Weil es zur Turnhalle leicht abwärts geht, floss das Nass in die Turnhalle und beschädigte hier den Parkettboden schwer. Als der Hausmeister am Silvestertag den technischen Defekt am WC bemerkte, was er zu spät. Der Parkettboden hat schwer Schaden genommen, sagt Iris Bogdahn, Abteilungsleiterin für den Bereich Sport im Werler Rathaus.

Nun hieß es überlegen, wie man weiter verfährt. Am Dienstag gab es ein Abstimmungsgespräch mit der Schule, auch die Vereine (Volleyball und Tischtennis von RW Westönnen) stellen sich auf eine längere Nicht-Nutzbarkeit der Halle ein. Dabei gibt es zwei Überlegungen. Man könne den Boden trocknen und abschleifen, danach lackieren. Rund 20 000 Euro wären dafür aufzubringen. Allerdings kostet ein ganz neuer Boden nicht viel mehr, zwischen 30 000 und 35 000 Euro. Da der Hallenboden rund 50 Jahre alt ist und eh bald erneuert werden muss, geht die „Tendenz“ bei der Verwaltung derzeit Richtung Erneuerung. Entschieden ist noch nichts, sagt Bogdahn. „Aber wir wollen es vernünftig machen.“

Klar ist: Die Behebung des Schadens wird Zeit in Anspruch nehmen. Bis nach den Osterferien wird die Halle wohl geschlossen bleiben müssen. Die Schulleitung sehe den Schaden mit einem „weinenden und einem lachenden Auge“. Denn so sehr man sich über einen neuen Boden freuen würde – der Schulsport ist zu organisieren. Ob man über einen „Sporttag“ die Aktionen konzentriert und damit Fahrtkosten senkt oder aber die Schützenhalle nutzt (was Absprachen mit der Unfallkasse nach sich ziehen muss), ist noch offen. „Die Lage ist aber entspannt“, versichert Iris Bogdahn. Schulleiter Martin Humpert werde das Vorgehen nun auch mit seinen Kollegen besprechen.

Prüfen wird die Verwaltung auch noch, inwieweit hier ein Versicherungsschaden vorliegt. Keinen Zweifel lässt die Abteilungsleiterin daran, dass die Halle „auf jeden Fall fertig gestellt“ wird – und damit nicht dauerhaft ein stiller Ort bleibt.,.. bus

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