Plan ist öffentlich

So verläuft die A 445 von Werl nach Hamm

So plant der Bund den Verkauf der A 445 auf Werler Gebiet. Die Trasse rückt nah an Hilbeck heran.
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So plant der Bund den Verkauf der A 445 auf Werler Gebiet. Die Trasse rückt nah an Hilbeck heran.

Der Planfeststellungsbeschluss zur A 445 liegt nun auch öffentlich vor. Und er bestätigt in einer ersten Einsicht, was sich abgezeichnet hatte: Die Linienführung verläuft nahe Hilbeck; der Vorstoß der Stadt Werl, die Trasse Richtung Osten zu verschwenken und damit von Hilbeck weg näher an Sönnern heran, fand keine Berücksichtigung.

Werl/Hamm - Laut Plan wird der Neubau des acht Kilometer langen Teilstücks an das heutige Autobahnende der A 445 bei Werl-Sönnern anschließen. Die heutige Ausfahrt fällt weg. Die Abfahrt Werl wird etwas weiter nördlich neu gebaut und mit dem ebenfalls noch zu verlängernden Hansering verknüpft. Dort ist heute noch freies Feld. Weiter verläuft die A 445 auf Hilbeck zum um nahe vor dem Ort leicht nach Osten zu verschwenken. Das Wäldchen östlich von Hilbeck wird durchkreuzt, hier werden viele Bäume fallen. Dann kreuzt die Autobahn zwischen Hilbeck und Pentling die Allener Straße, um dann in einem lang gestreckten Bogen hinter Kump die B 63 zu kreuzen, um auf dem Gebiet der Stadt Hamm weiter verlaufend an die A 2 angebunden zu werden.

Der Bund kündigt aktive Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände im Beschluss an, die auch Hilbeck betreffen „Bei der Ausgestaltung der Anlagen ist insbesondere auf eine sorgfältige Anpassung an das Umfeld zu achten“, so heißt es in dem Planungspaket, das mehrere hundert Seiten umfasst. Einzelheiten seien im Zuge der Ausführungsplanung festzulegen.

Im Bereich der passiven Lärmschutzmaßnahmen nennt der Beschluss Wohngrundstücke, für die Anspruch auf Entschädigung für Anwohner besteht, „um Räume, die nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, vor unzumutbaren Lärmeinwirkungen zu schützen. Hierzu gehören auch die notwendigen Lüftungseinrichtungen.“ Art, Umfang und Durchführung der notwendigen Schutzmaßnahmen sind festgelegt in der Bundesimmissionsschutzverordnung; sie sind abgestellt auf Prognosewerte für das Jahr 2025. „Die Aufwendungen für notwendige Lärmschutzmaßnahmen können aber nur erstattet werden, wenn die vorhandenen Bauschalldämmmaße der baulichen Anlagen nicht bereits den auftretenden Lärm auf zumutbare Innenpegel abmindern“. Ansprüche haben die Eigentümer folgender Wohngrundstücke:

  • Ortsteil Budberg:
  • Ostvöhde 1, 2, 3, 3a, 4, 5, 6, 6a, 7, 8, 9, 9a, 10, 11, 12, 13, 14, 14a,15, 15a, 16, 16a, 17, 17a, 18, 19, 19a, 20, 21, 21a, 23, 25, 27
  • Außenbereiche:
  • In der Lengde 1, 2a
  • Unnaer Straße 41
  • Renninghoffweg 1
  • Opsener Straße 1, 2, 4, 4a
  • Werler Straße 392, 398, 400, 401, 402, 404, 406, 407
  • Osterfliericher Weg 18, 19, 21
  • Zehntgarbenweg 1
  • Liafhardweg 1
  • Kumper Vöhde 2
  • Gewerbepark 2, 3, 3a, 6
  • Allener Straße 26, 31
  • Ausbaubereich B 63:
  • Werler Straße 385, 387

Wir berichten weiter.

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