Rampen sollen neuer Sporthalle weichen

Skater-Anlage steht auf der Kippe

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Hat hier keine Zukunft: die heutige Skater-Anlage am Bad-Parkplatz. Offen ist die Frage ob es eine neue Anlage gibt.

Werl – So schmal die Bretter auch sind, auf denen die Jugendlichen rollen: Für die Zukunft einer neuen Skater-Anlage müssen noch sprichwörtlich „dicke Bretter“ gebohrt werden. Klar ist nur: Da, wo die Anlage heute ist, kann sie nicht bleiben.

Denn die Kleinanlage liegt zwischen Bad-Parkplatz und der abgebrannten Zweifachhalle. Um das Areal neu ordnen und eine neue, größere Halle bauen zu können, muss die Skater-Anlage weichen. 

Die entspreche ja nun auch nicht wirklich heutigen Ansprüchen der Jugendlichen, sagt Fachbereichsleiterin Iris Bogdahn auf Anzeiger-Anfrage. „Wenn wir da also Hand anlegen, dann an anderer Stelle.“ Überlegungen dazu gibt es: Wenn es eine neue Anlage gebe, werde sie auf der heutigen Grünfläche gegenüber dem Preußen-Platz installiert, sagt Iris Bogdahn. Und: „Ich habe das noch nicht aufgegeben.“ Eigentlich hatte die Stadt gehofft, einen millionenschweren Zuschlag über ein Bundes-Förderprogramm für den gesamten Sportpark zu bekommen. Aber das blieb aus. Seither steht auch die Skater-Anlage auf der Kippe. 

Kommt sie, dann soll sie nicht nur für Skater sein, sondern eine kombinierte, multifunktionale Anlage auch für andere sportlichen Anreize für die Werler Jugend, zum Beispiel durch die Nutzung von BMX-Rädern. Aber: Das kostet Geld. Und Werl hat etliche Investitionen vor der Brust, die es zu schultern gilt. Also ist die Frage der Finanzierung entscheidend. Man bereite die Fragen derzeit auf. Eine entscheidende: Gibt es Fördermöglichkeiten? Dass das Geld knapp ist in der Stadt, ist bekannt. Eine Skater-Planung müsste sich also einpassen. „Aber das muss auch realistisch bleiben“, so die Fachbereichsleiterin. 

Wichtig ist aber auch die Analyse des Bedarfs. Schon jetzt weiche mancher Jugendliche auf Anlagen anderer Städte aus – was die Frage der Notwendigkeit eines Neubaus nicht leichter macht. Die Jugendlichen wenden sich eher an die Streetworkerin oder an die Schulen, um ihre Bedürfnisse kund zu tun. Direkt an die Stadt habe es zuletzt zu dem Thema keine Anfrage gegeben. Die Neuanlage sei aber durchaus Thema in der zweiten Runde zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) gewesen. 

Auch die Politik werde zwangsläufig mit dem Thema zu befassen sein, sagt Iris Bogdahn. Zunächst aber bleibt das Thema vage. Für die Fachbereichsleiterin aber gilt das, was jedem Skater wichtig ist: Es soll nicht einfach hintenüberfallen. Und es ist Geschick gefragt...

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