Gespräch mit der Verwaltung

Überfüllte Busse in Werl: Unternehmen sieht keinen Handlungsbedarf

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Morgens und nach Schulschluss drängen sich die Werler Schüler in die Busse.

Werl - Überfüllte Busse sorgen schon seit einiger Zeit für jede Menge Gesprächsstoff und Diskussionen in der Stadt. Vor allem Schulkinder hätten darunter zu leiden, sagen die Eltern.

Ingo Knipping, in der Verwaltung für den Schulbereich zuständig, nahm die Beschwerden ernst und versprach nach der ersten Berichterstattung, mit dem zuständigen Busunternehmen zu sprechen, um die Probleme aus dem Weg zu räumen. Dies hat er nun getan.

Von der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH (RLG) wurde ihm mitgeteilt, dass Mitarbeiter sowohl vor als auch nach den Weihnachtsferien Zählungen in der betroffenen Linie R 621 durchgeführt und dabei keine Überfüllung der Busse festgestellt hätten.

Zählungen des Bus-Unternehmens

„Die RLG teilte mir mit, dass sich die Zahlen unterhalb der gesetzlichen Vorgaben bewegen“, schildert Knipping das Gespräch. Wäre eine Überfüllung festgestellt worden, hätte die RLG einen Ersatzbus eingesetzt. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Gemessen worden sei während der Stoßzeiten am Morgen. Als Schulträger sei die Stadt nur für die Schülerbeförderung und die Fahrtkosten der Schüler zuständig, nicht für den Linienverkehr, so Knipping.

Eltern beklagten, dass die Linien R 47 und R 621 der RLG vor allem morgens und nachmittags nach Schulschluss völlig überfüllt seien. Daher müssten stets über 20 Kinder im Bus stehen. Die Maximalbesetzung für einen normalen Linienbus mit 75 Personen sei viel zu hoch.

Nie mehr als 75 Schüler pro Bus

Auf Anzeiger-Anfrage hieß es dazu von der RLG: „Für einen gewöhnlichen zweiachsigen Niederflurbus ist je nach Hersteller und Fahrzeug eine maximale Besetzung von circa 80 bis 85 Fahrgästen (Sitz- und Stehplätze) ausgewiesen, die Nutzung von Stehplätzen im ÖPNV (und damit auch im Schülerlinienverkehr) ist gesetzlich erlaubt.

Die Maxime der Regionalverkehr Ruhr-Lippe ist in diesem Zusammenhang, dass nicht mehr als 75 Schüler in einem Bus befördert werden sollten, um der besonderen Situation bei der Schülerbeförderung angemessen Rechnung zu tragen.“

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