Siederfest in Werl steht auf der Kippe

Werl – Es ist das Stadtfest schlechthin in Erinnerung an die Werler Salztradition. Nun aber droht das grassierende Coronavirus dem Wirtschaftsring und dem feiernden Volk die Suppe mächtig zu versalzen.

Dass das Siederfest 2020 „auf der Kippe“ steht, teilte der Vorsitzende des Wirtschaftsrings, Andreas Stegmann, auf Anzeiger-Anfrage mit. „Zumindest sehe ich das so.“ 

Vom Freitag, 5. Juni, bis zum Sonntag, 7. Juni, soll das Fest über die Bühne am Marktplatz gehen. Eigentlich. Die Terminplanung fand aber weit vor der Corona-Krise statt. 

Am Mittwoch soll es eine Telefonkonferenz des Wirtschaftsrings zu der Frage geben, wie man verfahren will. Dass es alles andere als leicht wird, weiß auch Andreas Stegmann. 

„Wir haben ja noch nicht einmal einen Preisträger.“ Denn das Gremium habe bislang vor dem Hintergrund der Pandemie noch nicht tagen können, um eine bedeutende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die sich um die wirtschaftlichen Belange der Stadt verdient gemacht hat, als Siederpreisträger zu küren. 

Daran hängt auch der traditionelle Siederschmaus in der Stadthalle, bei dem der Geehrte den Preis erhält und der als Auftakt des dreitägigen Festes am Wochenende drauf gilt. Das ist aber längst nicht alles. 

Die Verpflichtung von Bands, die auf dem Marktplatz spielen, gehört ebenso zur Organisation. In diesen Tagen aber, wo die Pandemie das öffentlichen Leben lahm legt, ist es schwierig, mit Planungen zu beginnen – „zumal die ja auch Geld kosten“, sagt der Vorsitzende des Wirtschaftsrings.

„Wir kommen also in Schwierigkeiten, wenn wir das jetzt machen.“ Sowieso buttert der Wirtschaftstring von jeher viel Geld in das Siederfest, das ein Zuschussgeschäft ist. Aber das sei sinnvoll investiert. „Denn wir sind ja dafür da, die Stadt nach vorne zu bringen.“ 

Am Siederfestsonntag haben zudem die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr auf. Für die Händler bedeutet das zwar Aufwand, aber auch Ertrag.

Sollte das Siederfest tatsächlich ausfallen müssen, wäre das nach dem Autofrühling, der am Sonntag, 5. April, hätte stattfinden sollen, bereits der zweite ausfallende „offene Sonntag“. 

Noch aber ist es nicht so weit. Schließlich ist auch eine Verschiebung des Siederfestes eine Option. Das werde man nun mit allen Verantwortlichen zu besprechen haben, sagt Andreas Stegmann.

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