Kontrollen erwünscht

Sekundarschule Werl klagt über Schmutz meist nach Wochenenden

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Zerstörungswut – im Nebeneingang der Sekundarschule

Werl - „Ich kann die Wut und den Ärger der Anlieger gut verstehen“, sagt Schulleiterin Gabriele Fuhlrott. Aber sie betont auch: „Viel von dem, was da passiert, haben nicht unsere Schüler zu verantworten.“ Denn die hätten ja nicht mal Autos. Und außerdem habe man zumeist nach Wochenenden mit den Verschmutzungen auf dem Schulhof zu tun.

In der Tat hätten die Hausmeister dann alle Hände und alle Müllbeutel voll zu tun, um Spuren abendlicher oder nächtlicher Treffen von Gruppen zu beseitigen.

Dass unter den Vorfällen der Ruf der Sekundarschule leidet, fürchtet die Schulleiterin. Und das tut ihr vor allem für das engagierte Kollegium leid, das mit den Schülern permanent arbeite, gerade auch im sozialen Bereich, „Denn viele unserer Schüler haben kein leichtes Elternhaus.“

Nicht alle über einen Kamm scheren

Da sei es wichtig, Probleme aufzufangen und sich um die Belange der Schüler zu kümmern. Die dürfe man eben nicht alle über einen Kamm scheren, sagt Fuhlrott, die durch die Beschwerden von Anliegern auch ihre Schule an den Pranger gestellt sieht. „Aber ich glaube, dass all das mit unseren Schülern am allerwenigsten zu tun hat.“

Allerdings bestätigt Fuhlrott, dass es regelmäßig zu Verunreinigungen komme. Alkoholflaschen, auch Spuren von Drogenkonsum, das gebe es. „Und natürlich leiden wir am meisten darunter.“ Es sei kaum zu glauben, „was da alles weggeräumt werden muss“. Aber die Schule habe keinen Einfluss darauf. Und die Negativschlagzeilen könne man auch nicht gebrauchen.

Schule sucht Gespräch mit der Stadt

Gabriele Fuhlrott will sich mit der Stadt („Die Zusammenarbeit ist gut“) in Verbindung setzen, um über die Beschilderung zu reden. Denn Hinweise auf unerlaubte Schulhofnutzung sind Mangelware. Im WC-Bereich gibt es einen, verdreckt und noch mit „Der Stadtdirektor“ im Zusatz – den gibt es seit 20 Jahren nicht mehr.

Darüber hinaus wünscht sich die Schulleitung mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt in den Abend- und Nachtstunden, auch Besuche der Streetworkerin. Denn einzäunen könne man das Schulgelände nicht, es sei zum Teil öffentlicher Raum. Und die Videoanlage, die die Schule sich gegen Vandalismus gewünscht habe, könne nicht alles erfassen, leiste aber gute Dienste.

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