Am Dienstag bei ProSieben

Werler im TV: Kommt das „Ding des Jahres“ aus Büderich?

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„Eine moderne Alternative“ zur Duschablage biete „Clip It“ – ohne Bohrlöcher, rostfrei und leicht zu reinigen, versprechen Erfinder Sebastian Distelhoff aus Werl (rechts) und sein Kollege Marius Tenk.

Werl - Erfindergeist made in Büderich: Sebastian Distelhoff tritt am kommenden Dienstag mit seiner Idee „Clip It“ bei der TV-Show „Das Ding des Jahres“ auf ProSieben an.

Der 24-Jährige ist in Werl geboren und aufgewachsen. Nach dem Abschluss an der städtischen Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Installateur- und Heizungsbauer im elterlichen Betrieb.

Durch den Beruf kam Distelhoff auch auf die Innovation – denn als der alteingesessene Büdericher vor drei Jahren noch seinen Meister machte, sprachen ihn immer wieder Kunden auf ein spezielles Problem an: die optimale Befestigung für Shampoo und Duschgel.

"Clip it" soll die Lösung sein

Seine Erfindung „Clip It“ soll das Ende von unpraktischen Seifenschalen bringen. „Viele Duschablagen müssen durch Bohren montiert werden und sind nicht rostfrei“, sagt Sebastian Distelhoff. Zudem gäben zahlreiche Modelle keinen sicheren Halt, so dass täglich Duschgelflaschen auf den Boden fallen.

Die Erfindung „made in Büderich“ interessierte die Jury mit Joko Winterscheidt und Lena Gercke bei der aufgezeichneten Show. Am Dienstag wird gezeigt, ob es das „Ding“ in die nächste Runde schafft.

„Clip It“ soll die Lösung sein – und zwar als unsichtbare Befestigung. Dabei wird ein starker Magnet in die Shampooflasche geworfen und zugleich ein weiterer Gegenmagnet beziehungsweise ein Edelstahlplättchen unter oder auf der Fliese im Bad angebracht. „Bislang gibt es keinen Hersteller, in dessen Flasche ,Clip It‘ nicht passt“, versichert der 24-Jährige.

Diesen Vorteil hat die Erfindung

Ein weiterer Vorteil sei, dass die Flaschen sich einfacher leeren lassen, weil man sie kopfüber an die Wand hängen kann. Damit sei die Erfindung auch in der Küche für Spülmittel hilfreich. Der junge Werler, der sein Start-Up-Unternehmen im Mai vergangenen Jahres gegründet hatte, meldete gleich erfolgreich Patent an und erzählte seinem 33-jährigen Freund Marius Tenk aus Gladbeck von der Idee. Gemeinsam kümmerten die beiden sich anschließend um die Entwicklung, der Prototyp war nach einem Jahr fertig.

Der Beginn gestaltete sich, wie bei vielen Erfindungen, recht schwierig: „Es war nicht leicht, eine dermatologisch unbedenkliche Beschichtung für den Magneten zu finden“, erklärt Distelhoff. Das ist nötig, weil das Metallteil in direkten Kontakt mit dem Shampoo kommt. Das Produkt wird komplett in Deutschland hergestellt.

Interesse bei Architekten geweckt

Es gibt zwei verschiedene Arten: die Auf- und Unterputz-Variante. Zunächst fing alles mit Letzterer an – die Unterputzvariante sollte für Zuhause oder einen Neubau gedacht sein, doch der Kundenmarkt von Mietwohnungen erwies sich als sehr groß. Also entwickelte Distelhoff „Clip It“ auch mit Klebestreifen, der sich auf der Fliese anbringen lässt. Das stieß vor allem bei Architekten von Mehrfamilienhäusern auf Interesse.

Insgesamt hat der junge Büdericher bereits rund 1200 Stück seiner Alltagshelfer verkauft, anfangs durch den Betrieb, später auch über einen Online-Shop. Der Preis fängt für die Aufputz-Variante bei 14,99 Euro an. Wann er damit Geld verdienen kann? „Ich hoffe recht schnell.“

Produkt etablieren

Die Motivation sei jedoch erst einmal, das Produkt zu etablieren: „Der Nutzen steht im Vordergrund. Das Ziel ist, möglichst viele Leute dafür zu begeistern und den Alltag zu vereinfachen. Von der Idee bis zum Marktstart habe er sich fast täglich mit dem Projekt beschäftigt. In die Fernsehsendung sei er durch die Anmeldung des Kollegen Marius Tenk zufällig gerutscht.

Hohes Preisgeld winkt

Bei der TV-Show am Dienstag um 20.15 Uhr treten Distelhoff und Tenk in der ersten Runde im Duell gegen eine andere Erfindung an und können ins Finale der Sendung einziehen. Der Sieger beim „Ding des Jahres“ gewinnt 100.000 Euro.

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