Marke offenbar verkauft

Schweizer Unternehmen verkauft Fitness-Geräte mit dem Kettler-K

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Das bunte Kettler-K - hier vor der Hauptverwaltung in Ense-Parsit - bleibt offenbar als Fitness-Marke erhalten.

Das Schweizer Unternehmen Trisport hat offenbar die Kettler-Markenrechte für Sport- und Fitnessgeräte in Europa erworben. Das berichtet das Online-Portal der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (ISPO) in München und zitiert hierzu Trisport-Geschäftsführer Stefan Christen.

Werl/Ense - Schon auf der ISPO vom 26. bis 29. Januar sollen die neuen Kettler-Produkte präsentiert werden. Auch in diesem Bereich wird das bunte Kettler-K also trotz der Insolvenz des Unternehmens präsent bleiben. 

Eine Anfrage unserer Redaktion an das Schweizer Unternehmen blieb am Freitag unbeantwortet. Auch Lafayette Mittelstand Capital als bisherige Inhaberin der Rechte und die Kettler-Stiftung reagierten nicht auf Anfragen. Ob die Rechte-Übernahme Auswirkungen auf die bisherigen Kettler-Standorte Werl und Ense und die Ausproduktion hat, blieb so offen. Auch die Frage nach dem künftigen Produktions-Standort blieb ungeklärt.

Insolvenzverwalter Dr. Georg Kreplin schrieb, er könne die Fragen nicht beantworten, da die Markenrechte nicht bei der Insolvenzmasse lagen, sondern bei der nicht insolventen Muttergesellschaft Kettler Holding GmbH. Diese wiederum gehört Lafayette. Die restliche Ausproduktion bei den Gesellschaften Kettler Freizeit und Plastics dauere aktuell noch an, so Kreplin. Wie lange, das ließ er offen. Die Mitarbeiterzahl werde aber stetig zurückgefahren. 

Langjähriger Vertriebspartner

Bei Trisport handelt es sich um einen langjährigen Kettler-Vertriebspartner. Laut ISPO-Bericht erwarb das Unternehmen mit den Rechten auch alle Patente für die Produktion und den Vertrieb von Kettler Sport- und Fitnessgeräten in Europa. Die Konzentration beim neuen Sortiment soll demnach auf Heimsportprodukten in den Bereichen Hometrainer/Ergometer, Crosstrainer, Laufbänder, Rudergeräte und Kraftstationen liegen. ISPO zitiert den Trisport-Geschäftsführer mit den Worten: „Es ist das Ziel von Trisport, gemeinsam mit Kunden und Handelspartnern, das Vertrauen in die Marke Kettler wieder aufzubauen.“

Nicht die erste Marke, die zu Geld gemacht wird

Es ist nicht die erste Kettler-Marke, die nach der Insolvenz des Unternehmens zu Geld gemacht wurde: Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die neugegründete KHG Home & Garden GmbH und Sitz in Glinde bei Hamburg die Markenrechte für den Gartenmöbel-Bereich von der Kettler Holding erworben. Kettler hatte Ende Juli 2019 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Mitte Oktober wurde dann das endgültige Aus für die Produktion an den Standorten Ense und Werl verkündet. 550 Mitarbeiter beim Kettcar-Hersteller verloren ihre Jobs.

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