Nachruf

Werler Schützen trauern um Franz-Josef Schröer

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Er war da, wenn man ihn brauchte. Diese Worte treffen auf Franz-Josef Schröer ganz besonders zu. Hilfsbereit, verlässlich und immer freundlich – so kannten ihn die Werler. Und so werden ihn die Werler in Erinnerung behalten. Denn am Samstag ist Franz-Josef Schröer im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Werl - Bei den Werler Schützen kannte jeder sein Gesicht. Franz-Josef Schröer war über 60 Jahre so engagiert, dass er einen Posten nach dem anderen übernahm. 1958 wurde er zum Jungschützenmeister berufen und übte dieses Amt zehn Jahre aus.

Nach fünf Jahren als stellvertretender Bezirksjungschützenmeister wählten die Schützen ihn 1975 zum Bezirksjungschützenmeister. Dieses Amt hatte er neun Jahre inne. Darauf folgten viele weitere wie Kommandeur der Avantgarde und Schießmeister der Schießgruppe. Ganz egal, welchen Posten er inne hatte, Franz-Josef Schröer füllte ihn stets mit hohem Einsatz und Pflichtbewusstsein. 

König im Jahr 1981

1997 wurde er daher von der Schießgruppe zum Ehrenschießmeister bestimmt. 1981 setzte er sich selbst die Krone auf und errang die Königswürde der Bruderschaft. 13 Jahre lang war er Offizier der 4. Kompanie, seit 2002 Ehrenoffizier.

Aber selbst, als er aus dem Schützenrat ausschied, ließ sein Engagement nicht nach: Seitdem kümmerte er sich um die Seniorengruppe. Für seinen Einsatz bekam er unter anderem das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz und die Diözesan-Ehrennadel in Silber und wurde zum Ehrenmitglied der Sebastianus-Schützen ernannt.

Franz-Josef Schröer starb am Samstag im Alter von 81 Jahren.

Bis zu seiner Krankheit übernahm Franz-Josef Schröer Aufgaben und entlastete seine Kompanie. „Durch seine aufgeschlossene und sympathische Art schaffte er es immer wieder, Schützen der Kompanie sowie der Werler Bruderschaft für das Vereinsleben zu begeistern“, erinnern sich die Schützen an ihn. 

Aber auch für die Kirche setzte er sich ein, war seit 1946 in der Kreuzbruderschaft aktiv und gehörte mehrere Jahrzehnte dem Führungsteam an.

Jahrelang die Kollekte eingesammelt

Er koordinierte jährlich zwei Kreuzweggebete in Werl und die Wallfahrt nach Stromberg. Seit 1981 war er Kollektant in der Basilika. Damals hatte er den Dienst von seinem Vater, der seinerseits jahrzehntelang die Kollekten einsammelte, übernommen. Und auch sonst half er in der Basilika immer dort, wo er konnte. 

Franz-Josef Schröer war da, wenn man ihn brauchte. Nicht nur für die Vereine. Sondern ganz besonders für seine Familie. Denn neben den Ämtern, die er übernahm, war er immer vor allem eins: Ehemann und Vater von fünf Söhnen.

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