Brudeschaften öffnen

Schützen-Bezirksverband will Antrag eher abgeben

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Der Vorstand des Bezirksverbandes Werl-Ense mit (von links) Präses Pastor Franz Forthaus, Alfons Wortmann, Heinz Weber, Lothar Meier und Markus Busemann.

WERL/ENSE - Der Bezirksverband der Schützen will nicht länger warten und eine Öffnung der Bruderschaften für nicht-christliche Mitglieder vorantreiben. In Kürze will der Verband Werl-Ense einen entsprechenden Antrag beim Bund Historischer Deutscher Schützenbruderschaften (BHDS), einreichen.

Die Entscheidung, das so genannte „Positionspapier“ mit dem Antrag auf Liberalisierung der Satzung schon jetzt abzugeben, traf der Bezirksverband bei seiner Frühjahrsversammlung in Oberense. Der Grund für die plötzliche Eile sind nicht zuletzt mögliche personelle Veränderungen im Dachverband. Der Bezirksverband will vermeiden, dass die Diskussion dann in Gefahr gerät einzuschlafen.

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Außerdem werde das Thema, das die Sönneraner Schützen und ihr muslimischer Schützenkönig Mithat Gedik ausgelöst hatten, immer noch in den Diözesen und Bruderschaften diskutiert. „Wir haben das Gefühl, dass es sehr ernst genommen wird – und die Meinungen in unsere Richtung gehen“, sagte Rainer Busemann, Sprecher der Bruderschaft des Bezirks Werl-Ense.

Da entsprechende Anträge nur im Frühjahr zur Diskussion im Bundesverband eingereicht werden können, dränge nun die Zeit. Am 15. März findet die Bundesvertreterversammlung in Langenfeld statt. Ein weiteres Jahr habe man nicht abwarten wollen, so Busemann. - ak

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