Rotary

Austausch: Werler Schülerin erkundet Argentinien

Die Werlerin Jana Kampmann (links) mit ihrer Freundin Camila aus Argentinien.

Die rotarische Austauschschülerin Jana Kampmann aus Werl erlebt gerade spannende Wochen in Argentinien. Gemeinsam mit ihrer argentinischen Austauschschülerin Camila nimmt sie an einem Kurzaustausch des Rotary-Clubs in Werl teil.

Buenos Aires/Werl - Ende des Jahres wird Camila nach Deutschland kommen und Werl kennengelernen. Jana schrieb der Jugenddienstleiterin des Rotary Club Werl, Anne Kessler, dazu folgende Zeilen: „Ich habe das Gefühl, ich bin erst gestern angekommen, aber die Zeit fliegt! Ich bin jetzt seit genau vier Wochen im Südosten von Argentinien und ich liebe es! In der Schule habe ich erst seit einem Jahr Spanisch und dementsprechend hatte ich ganz schön Angst, dass ich hier überhaupt nicht klarkommen werde, weil sich das lateinamerikanische Spanisch ja schon von unserem Schulspanisch unterscheidet. Aber es läuft unglaublich gut.

Mittlerweile verstehe ich eigentlich alles, wenn ich mich konzentriere, und von Anfang an hat es irgendwie funktioniert, mich zu verständigen, zur Not mit Händen und Füßen. Gestern habe ich mich mit meinem Gastvater über die politische Situation in Argentinien unterhalten (in ein paar Wochen sind hier Wahlen und im Land verteilt gibt es deshalb einige Aufstände).

Klar muss ich oft mal fragen, was jetzt ein bestimmtes Wort bedeutet, aber ich kann zumindest immer das Wichtigste verstehen und auch das ausdrücken, was ich brauche. Dass die Menschen hier so gastfreundlich sind, ist absolut Realität. Als ich angekommen bin, hat meine Austauschpartnerin mit ihren Freundinnen eine Überraschungsparty für mich gegeben und in dem Moment habe ich mich praktisch schon integriert gefühlt.

Alle sind unglaublich nett, ich musste mich gar nicht wirklich anstrengen, um Freunde zu finden. Alle sind direkt auf mich zugekommen, haben Fragen gestellt und, da wir in einem relativ kleinen Dorf wohnen, wusste innerhalb von ein paar Tagen jeder, wer ich bin.

Egal, wo ich hinkomme, werde ich immer noch liebevoll willkommen geheißen. Alle sind aber nicht nur gastfreundlich, sondern auch generell unglaublich lieb. Alles, was man hat, wird geteilt (wirklich alles, sogar Kaugummi!) und oft trifft man sich einfach so zwischendurch mal für eine Stunde zum Mate (eine grüne Teesorte) trinken im Park oder wahlweise auch einfach im Vorgarten.

Außerdem ist das lateinamerikanische Temperament kein Klischee, das habe ich schon am ersten Schultag gemerkt. Es ist anscheinend ganz normal, dass mitten im Unterricht auf einmal jemand Musik anmacht und die Klasse plötzlich auf den Tischen tanzt. Und kein Witz: alle können tanzen! Auch das Land an sich ist wunderschön.

Wir waren vor kurzem in der Region Córdoba und es ist noch schöner, als es auf den Bildern im Internet aussieht. Rund um die Stadt liegen riesige Seen und wunderschöne Berge, alles sieht ein bisschen aus wie ein Mix aus Südfrankreich, Spanien und Österreich. Es ist wunderschön! Natürlich habe ich auch schon ein paar Kulturschocks erlebt, aber ich finde, das gehört irgendwie dazu und macht den Austausch noch spannender.“

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