Pacht wird Familiensache: 

„Schmaler Gastro GmbH“ übernimmt die Stadthallen-Gastronomie

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Vertrag besiegelt: Stadthallen-Managerin Doris Schneider-Eckart, Ulrich Canisius, Karsten Schmaler und Werls Rechtsrat Markus von der Heide (von links).

Der Name des „Neuen“ geisterte seit Monaten durch die Stadt, aber der Vertrag war lange nicht unterschrieben. Jetzt aber ist die Tinte trocken, die letzten Details sind geklärt: Die „Schmaler Gastro GmbH“, die sich noch in der Gründung befindet, übernimmt die Stadthallen-Gastronomie.

Ab 1. Januar gilt der Vertrag, zum 1. März soll dann auch das Restaurant wieder öffnen. 

Hinter der GmbH steckt mit Karsten Schmaler ein Geschäftsführer, für den das Engagement ein Heimspiel ist. Denn der gebürtige Werler kennt durch berufliche Tätigkeiten und das Leben vor Ort die Stadt und ihre Menschen. „Ich bin hier verwurzelt“, sagt der 41-Jährige zu den Beweggründen, wieder in der Wallfahrtsstadt tätig zu werden.

Bis 2015 hatte Schmaler die Tank- und Rastanlage „Haarstrang-Nord“ an der A 44 geleitet. 14 Jahre war er an der Autobahn aktiv. Zuletzt hat er bei seinen Eltern im Berlin in deren „Berlin-Pavillon“ neben dem Reichstag mitgearbeitet. „Ich mache es einfach gern“, sagt der Werler zu den Beweggründen, nun in seiner Heimatstadt den gastronomischen Neustart zu wagen. 

Was Karsten Schmaler wichtig ist: dass seine Mutter Adelheid in der Stadthallen-Gastronomie mit anpackt. Auch sein Bruder unterstütze ihn beim Konzept – und so ist die Übernahme der Küche in Werls guter Stube auch eine Familiensache. Ziel sei eine „gute Gastronomie“ mit deutsch-bürgerlicher Küche. 

Wie das Stadthallen-Restaurant, das zuletzt als „Werlinger“ von den Farendla-Brüdern geführt worden war, künftig heißen wird, ist noch unklar. Es gebe einige Ideen, aber noch keine Festlegung, sagt Karsten Schmaler. Zunächst müssen ohnehin noch einige Renovierungsarbeiten durchgeführt werden, um dem Restaurant einen ganz eigenen und neuen Anstrich zu geben. 

Ein gutes halbes Dutzend Stammkräfte wird angestellt in der Stadthallen-Gastronomie. Die umfasst das Restaurant samt Catering-Service für Veranstaltungen in der Halle, aber auch ein Catering-Angebot außer Haus.

„Für uns als Stadt ist es gut, dass wir einen lokalen Gastronom gewonnen haben, der weiß, wie die Werler ticken und was sie brauchen“, sagt Ulrich Canisius von der Verwaltung. Der Anspruch sei, „den guten Ruf der Stadthalle erfolgreich in die Zukunft zu tragen“. Ein gutes Versorgungsangebot helfe dabei, die Vermietungszahlen der Stadthalle stabil zu halten oder weiter auszubauen. Die Stadthalle als guter Tagungsort kombiniert mit einem guten gastronomischen Angebot – das bedinge und trage sich gegenseitig. 

Die Kegelbahnen werden mit reaktiviert, ebenfalls ab März sollen sie wieder zum Angebot gehören; zuvor gibt es auch dort im Keller noch Arbeiten. Weiter geht es auch mit dem von den Schützen genutzten Schießstand. Es gebe aber auch darüber hinaus noch Ideen, wie das Angebot rund um die Stadthalle weiter entwickelt werden kann, sagt Canisius. 

Stadthallen-Managerin Doris Schneider-Eckart freut sich „riesig“ über die Neuvermietung, nachdem nun ein Jahr lang ein Caterer von außerhalb die Versorgung übernommen hatte. Dass nun wieder mehr Kontinuität reinkomme, werde sicher entlasten. Dabei sei das Jahr mit dem Caterer aus Lünen gut gelaufen, so heißt es in der Bilanz. Man habe ein „gutes Jahr“ im Vermietungsgeschäft gehabt und alle Kunden halten können. Aber es habe vieler Abstimmungen und Koordination bedurft und damit zusätzlicher Arbeit, sagt Canisius, der den Einsatz von Doris Schneider-Eckart ausdrücklich lobte: „Das war ein hohes Pensum, das hat sie richtig gut gemacht.“

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