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Resa Holzbau ist insolvent

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Von: Dominik Maaß

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2019 errichtete Resa das erste Musterhaus an der B1 in Büderich. Jetzt ist die Gesellschaft zahlungsunfähig.
2019 errichtete Resa das erste Musterhaus an der B1 in Büderich. Jetzt ist die Gesellschaft zahlungsunfähig. © Bus, Gerald

Die Resa Holzbau GmbH ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Arnsberg hat die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens angeordnet. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter, Anwalt Carsten Koch aus Arnsberg, habe der erhebliche Zahlungsrückstand eines Kunden das Werler Unternehmen ins Straucheln gebracht. Koch zeigte sich aber zuversichtlich, das Unternehmen retten zu können.

Werl - Resa plant und verkauft individuelle Holzhäuser in Leimbinder-Bauweise. 2019 errichtete die Firma ihr erstes Musterhaus an der B1 in Büderich. Die Geschäftsführer verkündeten zum Start große Pläne. So reservierten sie sich ein 30 000 Quadratmeter großes Grundstück am Bergstraßer Weg, um dort eine eigene Leimerei und Abbundanlage zu errichten. 6,5 Millionen Euro sollte das Investitionsvolumen betragen. Doch aus den Plänen wurde nichts, das Wachstum des jungen Unternehmens gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter läuft Resa nun schon länger einem Forderungsrückstand in sechsstelliger Höhe hinterher. Geld, das der Firma für den Kauf von neuem Baumaterial fehle. Nun hätten die Unternehmer die Reißleine gezogen.

Die Auftragslage sei hingegen nicht schlecht, sechs Bauvorhaben seien geplant, sagt Carsten Koch. Unter dem Schutz des Insolvenzrechts könnte der Betrieb nun zumindest das laufende Geschäft in gewissem Umfang weiterführen. Neben den beiden Geschäftsführern gebe es noch fünf Mitarbeiter. Deren Löhne seien über das Insolvenzgeld gesichert. Um eine schnelle Auszahlung zu gewährleisten, versuche man, die Gelder über eine Bank vorzufinanzieren.

„Positiv stimmt mich, dass es einen Investor gibt, der sich für eine Übernahme interessiert“, sagt Koch.

Grundsätzlich funktionierten Produkt und Konzept. Der Hausbau mit nachwachsenden Rohstoffen passe in die Zeit. CO2-Neutralität und Dämmwerte seien zertifiziert.

Ziel sei es nun, den Betrieb bis Jahresende weiter zu führen, Anfang Januar das Insolvenzverfahren zu eröffnen und das Unternehmen in eine neue Gesellschaft zu überführen. Der Investor habe bereits deutlich gemacht, dass er die fünf Mitarbeiter mit übernehmen würde, erläutert Koch.

Inwiefern sich die aktuelle Situation auf den von Resa geplanten Holzhaus-Park in Holtum auswirkt, könne er zurzeit noch nicht sagen, so der Rechtsanwalt. Auf diesem Projekt werde in den kommenden Wochen aber auch nicht der Fokus liegen können.

Auch der Eigentümer der Fläche, Dr. Joachim Krampe, wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter dazu äußern.

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