Bald soll eröffnet werden

Renovierung des Erbsälzers in Werl: Viel Arbeit für den neuen Besitzer

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Das Hotel-Restaurant Erbsälzer wird derzeit renoviert. Dabei soll es auch einen neuen Außenanstrich bekommen.

Ein neuer Pizzaofen aus Italien ist bereits auf dem Weg in die Werler Traditionsgaststätte Erbsälzer an der Hammer Straße. Augusto Miracco hatte das ehemalige Hotel-Restaurant im März von Joachim Schütte gekauft. Derzeit läuft die Renovierung.

Werl - „Wir machen langsam, machen viel in Eigenregie“, erklärt Augusto Miracco. Der Italiener ist in Werl als Gastronom bekannt – als Betreiber der Pizzeria Capri bei Tino und Toni, die nur einen Steinwurf entfernt vom Erbsälzer liegt. Wie es mit der Pizzeria weitergeht, wenn der Erbsälzer anläuft, weiß er noch nicht genau.

Augusto Miracco träumt von einer Eröffnung in den ersten Monaten des kommenden Jahres. Der 57-Jährige weiß aber, dass bis dahin noch viel Arbeit auf die Handwerker wartet. Denn das Lokal war in einem schlechten Zustand, als er es zum ersten Mal betreten hat.

Außenanlage aufbereitet

„Es gab überall Rohre, die aus dem Boden geguckt haben“, sagt Augusto Miracco, „das waren Stolperfallen.“ Die alten Tonrohre sind schon ersetzt und in den Boden verlegt worden. Auch die Außenanlage hat Augusto Miracco aufbereitet – vor und neben dem Gebäude wurde gepflastert.

Als nächstes soll die „hässliche Farbe“ entfernt und das Gebäude neu verputzt werden. „Ist das rot oder rosa“, fragt Augusto Miracco entgeistert. Er stellt sich das Gebäude in einem mediterranen Ton vor: in Beige oder Grau. Vor wenigen Tagen führte Augusto Miracco Joachim Schütte durch die Baustelle im Erbsälzer.

Italienische und spanische Küche

„Er war begeistert, wie viel sich schon getan hat“, sagt Miracco. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Das habe die Entscheidung zum Verkauf seines Elternhauses erleichtert, hatte Joachim Schütte im Juli gesagt. Künftig soll es im Erbsälzer gleich zwei Küchen geben: In einer offenen Küche hinter der Bar sollen die Pizzen zubereitet werden. Für den mehr als zwei Tonnen schweren Ofen muss zuvor aber noch der Boden verstärkt werden.

Die anderen Speisen werden in der alten Küche des Erbsälzers gekocht – „die wird aber komplett neu ausgestattet“, sagt Miracco. Künftig möchte er mediterrane Gerichte servieren – eine Mischung aus italienischer und spanischer Küche. „Tapas wollte ich schon immer Mal anbieten“, sagt Augusto Miracco. Dafür möchte er extra einen Koch einstellen.

100 Sitzplätze im Restaurant

Rund 100 Sitzplätze entstehen im Saal und Wintergarten. Auch das Hotel im Erbsälzer möchte er weiterbetreiben. „Die Zimmer sind in einem guten Zustand. In zwei Zimmern stehen sogar Wasserbetten“, sagt Augusto Miracco. Die Zimmer möchte er aufwerten – Kühlschränke und Tresore sollen eingebaut werden. In das Hotelgewerbe möchte sich Augusto Miracco mithilfe des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands einarbeiten. In den acht Doppelzimmern im ersten und zweiten Obergeschoss sollen 16 Gäste Platz finden.

Während der Wintergarten und der Außenbereich in neuem Glanz erstrahlen, ist der Innenbereich noch eine große Baustelle. Die Kegelbahn möchte der langjährige Gastronom renovieren. „Dort verweilen die Gäste auch schon einmal über mehrere Stunden“, erklärt Augusto Miracco die Vorteile. Im Keller wird eine zusätzliche Toilette für das Personal gebaut. Die Herrentoilette wird um eine zusätzliche Toilette samt Pissoir erweitert.

Eröffnung soll gefeiert werden

Durch eine Rampe sollen auch die Toiletten barrierefrei werden. Zur Eröffnung wünscht sich Augusto Miracco eine große Feier. „Ich bin seit 1985 in Werl im Gastgewerbe tätig und habe noch nie gefeiert“, sagt er. In einem traditionell eingerichteten Raum für kleinere Gesellschaften soll mit Bildern und Antiquitäten die Erinnerung an die lange Geschichte des Hauses aufrechterhalten werden. Der Name Erbsälzer verschwindet nicht, verspricht Augusto Miracco. Einen passenden Namen hat er aber noch nicht gefunden.

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