Rat: Stadtempfang auch weiter nicht für alle Bürger

WERL ▪ „Lachs“ mutierte im Rat zum Synonym für Prunk und Luxus, den sich Honoratioren auf Kosten des Steuerzahlers leisten. So jedenfalls war der Antrag von Matthias Fischer (Linke) zu verstehen, der nicht damit einverstanden war, wie üblich beim Stadtempfang 20 Bürger nach dem Losverfahren auszusuchen und einzuladen.

Denn die wichtigsten Gäste, die Bürger, fehlten seiner Meinung nach; deshalb wollte er, dass die Stadthalle für alle Werler zum Stadtempfang geöffnet werde. An den Mehrkosten könnten sich einige der geladenen Gäste mit einer Spende beteiligen. In Warstein oder Lippstadt seien die Stadtempfänge öffentlich.

Bürgermeister Michael Grossmann blockte ab und meinte, die Stadt könne nicht Gäste einladen und diese dann auch noch auffordern, für diese Einladung zu bezahlen. Sein Stellvertreter, Ulrich Canisius, erläuterte, dass es nicht Sekt und Lachs am Buffet gebe, sondern Canapees und Kaltgetränke. Die Gesamtkosten hätten in der Vergangenheit bei rund 800 Euro gelegen; der Stadtempfang sei immer im Ratssaal mit eigenen Kräften durchgeführt worden. Dies wird auch in Zukunft so bleiben, denn der Rat lehnte ohne große Diskussion das Ansinnen der Linken ab, zum Stadtempfang alle Werler in die Stadthalle einzuladen. ▪ uhu

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