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Haarstrang-Nord: Rastplatz-Ausbau an A44 beginnt

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Von: Gerald Bus

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Mächtig viel Holz: Nach den Baumfällarbeiten zum Ausbaustart des Rastplatzes „Haarstrang-Nord“ türmen sich Stämme und Äste. © Bus

Werl – Ein Rastplatz wird zum Astplatz: Meterhoch türmen sich derzeit Holzberge an der A-44-Rastanlage „Haarstrang-Nord“. Dass die Säge seit einigen Tagen intensiv kreist, hat einen Grund: Der seit Jahren geplante Ausbau der Rastanlage hat begonnen.

Das Fällen zahlreicher Bäume dient der „Baufeldräumung“ sagt Oskar Santos, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW, auf Anzeiger-Anfrage. Bäume und Buschwerk müssen künftigen Parkplätzen weichen. Die Gehölzarbeiten sind vorgezogen worden, weil schon bald aus Naturschutzgründen nicht mehr gefällt werden darf. „Die eigentlichen Arbeiten beginnen dann im April“, sagt Santos.

Der Ausbau, der vor allem mehr Stellplätze für Lastwagen mit sich bringt, findet unter laufendem Betrieb statt. Es werde wohl dennoch zwischendurch auch zu Sperrungen und mithin zu Störungen kommen, vermutet der Landesbetrieb. Zwei Jahre Bauzeit sind für das teure Großbauprojekt anvisiert.

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Auch große Bäume müssen dem Verkehr weichen. Künftig können viermal so viele Lastwagen wie bislang an der Raststätte parken. © Bus

An beiden Seiten der Autobahn werden die Anlagen ausgeweitet. Beginn ist an der Nordseite, die Südseite folgt. Dabei wird der Ausbau von Haarstrang-Süd schon in den Aufgabenbereich der neuen Autobahngesellschaft fallen, die Anfang 2021 an den Start geht. Ob zum Teil auch parallel an beiden Seiten gearbeitet wird, könne man noch nicht sagen. Fakt ist aber: Nach der Fertigstellung werden an den Haarstrang-Anlagen viermal so viele Lkw parken können wie bisher.

Das bedeutet zugleich, dass sich auch deutlich mehr Menschen am Rastplatz aufhalten werden. Für Harndrang am Haarstrang plant der Landesbetrieb den Bau eines neuen Sanitärgebäudes auf der Nord- und der Südseite. Diese Anbauten werden speziell den Lastwagenfahrern zur Verfügung gestellt, sagt Oskar Santos.

Mit der Umsetzung der jahrelangen Planung wird auch auf Werler Boden dem bundesweiten Problem fehlender Stellplätze für Lkw Rechnung getragen. 12,3 Millionen Euro lässt sich der Bund den Ausbau kosten. Seit Beginn der Planungen sind acht Jahre ins Land gegangen. Schon Anfang 2012 hatte das Bundesverkehrsministerium die Entwürfe zum Ausbau genehmigt. Dann aber kam es immer wieder zu Verzögerungen, zuletzt wegen offener Grundstücksfragen.

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Lastwagen an Lastwagen reiht sich an der Werler Raststätte an der A44. Daher wird sie für 12,3 Millionen Euro ausgebaut. © Bus

Bis 2021 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Daran könne nicht gerüttelt werden, so der Landesbetrieb Straßen.

Die vorhandenen Servicebetriebe von Tank & Rast sind von den Baumaßnahmen auf der Verkehrsanlage nicht betroffen. Auch seien „derzeit keine baulichen Veränderungen geplant“, teilt ein Sprecher der Tank & Rast Gruppe auf Anfrage mit.

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