Anzeige wegen Volksverhetzung

Hitlergruß: Polizei nimmt Randalierer (16) in Westönnen fest

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Westönnen - Die Polizei hat in Westönnen einen jungen Randalierer festgenommen und Strafanzeigen wegen Volksverhetzung und Beleidigung geschrieben. Das Aufgebot an Beamten war groß am Freitagabend – weil es zunächst hieß, der 16-jährige Dortmunder wolle sich umbringen.

Davon konnte aber beim Eintreffen der Beamten im Bereich der Westönner Grundschule keine Rede sein. Dass es einen Zusammenhang zweier Einsätze geben würde, das war der Polizei zunächst gar nicht klar. Zunächst war sie gegen 18 Uhr mit starken Kräften ausgerückt, um den vermeintlich suizidgefährdeten Dortmunder im Bereich Kettlerpark auch unter Hinzuziehung des Polizeihubschraubers zu suchen. 

Zeitgleich wurde eine Gruppe randalierender Jugendlicher auf dem Schulhof der St.-Josef-Schule Westönnen gemeldet. Als die Polizei dort eintraf, wurde sie bereits von zwei Jugendlichen mit ausgestrecktem rechten Arm („Hitlergruß“) begrüßt, zudem mit Rufen wie „Heil Hitler“ und Beschimpfungen angepöbelt. 

Rädelsführer wurde von Polizei gesucht

Bei der Personenkontrolle habe man dann festgestellt, dass der Rädelsführer der Gruppe genau jener junge Mann aus Dortmund ist, den die Polizei zeitgleich wegen vermeintlicher Selbstmordabsichten suchte. Er wurde festgenommen und zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam gebracht. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. 

Gegen die anderen Jugendlichen, die unter anderem Flaschen auf dem Schulhof zerdeppert hatten, wurden Platzverweise ausgesprochen. Es handelt sich insgesamt um drei Jugendliche aus Dortmund und vier aus Werl, allesamt aus dem Geburtsjahrgang 1999 und 2000, teilte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper am Montag auf Anzeiger-Anfrage mit. 

Mehrere Anwohner hatten die Vorfälle beobachtet. Die Polizei hatte über das Geschehen aber nicht informiert.

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