Tatort Bergkamen

Werler tankt, fährt aber ohne zu bezahlen davon

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Bergkamen/Werl - Obwohl sein Konto nicht gedeckt war, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, hatte ein Mann aus Werl am 7. August vergangenen Jahres an einer Tankstelle in Bergkamen Halt gemacht, um Benzin zu zapfen.

An der Kasse konnte er die dafür fälligen 30 Euro nicht zahlen. Betrug nennt das Strafgesetzbuch dieses Verhalten. Deshalb fand sich der 42-Jährige jetzt auf der Anklagebank des Schöffengerichts im Amtsgericht Unna wieder.

Dort gab der Mann an, nicht gewusst zu haben, dass sich kein Geld mehr auf seinem Konto befunden hatte. Er sei ein paar Tage später mit 30 Euro in bar zur Tankstelle zurückgekehrt, um die offene Rechnung zu begleichen.

Das sei ihm jedoch nicht mehr gelungen. Es habe geheißen, sein Geld würde nicht mehr angenommen, weil bereits Strafanzeige erstattet worden sei. „Ich hatte gar keine Möglichkeit, es zurückzuzahlen“, erklärte der Angeklagte. Woher er denn plötzlich das Bargeld hatte, wollte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft daraufhin wissen.

Richterin glaubt dem Werler nicht

Der 42-Jährige druckste etwas herum, gab dann aber an, etwas von seinen Sachen verkauft zu haben. An wen er es veräußert habe und ob er denn Belege dafür vorlegen könnte, hakte nun auch die Richterin nach. Darauf konnte der Angeklagte nicht so recht antworten. Schließlich gab er an, Spielekonsolen bei ebay verkauft zu haben.

Das, so die Richterin, könnte ja nachgeprüft werden. Sie glaubte dem Angeklagten nicht so recht. Denn: Knapp zwei Monate vor Bergkamen, hatte er auch in Holzwickede getankt und nicht bezahlt. Zudem gibt es weitere Verfahren dieser Art.

Ein Urteil gab es noch nicht. Erst sollen Nachforschungen bezüglich der Kontobewegungen des Angeklagten überprüft werden. Konto und Sparbuch der Großeltern geleert An einem neuen Termin soll außerdem noch geklärt werden, ob der Angeklagte Konto und Sparbuch seiner Großeltern um mehr als 22.000 Euro erleichtert hat.

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