Noch nicht alle Häuser erreicht

Post räumt massive Probleme bei der Briefzustellung ein

Die Postboten der Deutschen Post hatten und haben durch die Schneefälle in Werl schwer zu kämpfen.
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Die Postboten der Deutschen Post hatten und haben durch die Schneefälle in Werl schwer zu kämpfen.

Erst rieselte der Schnee, dann hagelte es Kritik – und nun räumt die Deutsche Post Probleme bei der Briefzustellung ein. Die Zusteller haben auch wortwörtlich ihr Päckchen zu tragen mit den Wetterfolgen. „Wir haben noch immer in der ein oder anderen Ecke in Werl Probleme mit der Zustellung.“

Werl - Das sagt Postsprecher Rainer Ernzer auf Anfrage. Es gebe immer noch Häuser, die nicht erreicht werden können. Die Problemzonen liegen über das Stadtgebiet verteilt, „zum Teil sind es einzelne Häuser, zum Teil ganze Straßenzüge“. Die Briefzusteller seien deutlich an ihre Grenzen gekommen, sagt Ernzer. „Sie hatten und haben zu kämpfen.“

Nach dem Schneechaos häuften sich damit nicht nur die Schneeberge, sondern auch die Sendungen, die zum Teil noch immer nicht zugestellt werden konnten. Dabei bestätigt Ernzer auch Probleme mit den elektrisch betriebenen Streetscootern, die die Post einsetzt. Vor allem an den ersten beiden Tagen habe es wegen des Frosts Probleme mit den Steckern gegeben. Und am Wochenende sei das ein oder andere Fahrzeug stecken geblieben und musste befreit werden. „Aber das hatte nichts mit dem elektrischen Betrieb zu tun.“

Es gebe vielfältige Probleme, die für die Kunden nicht immer nachvollziehbar seien, sagt der Sprecher – und nennt Beispiele:

  • Vor manchen Häusern ist geräumt, aber eingangs der Straße nicht. „Da kommen wir dann gar nicht erst rein.“ Manchmal sind die Straßen geräumt, aber die Gehwege nicht. „Da kommen wir mit den Handkarren nicht durch, die können bis zu 80 Kilo wiegen.“
  • Es liegt in der Entscheidung jedes Zustellers, ob er sich einen Weg zum Haus zutraut oder nicht: „Wir stehen dazu, dass wir den Kollegen gesagt haben, nur dahin zu gehen, wo es gefahrlos möglich ist“. Das, so Ernzer, entscheide der Zusteller vor Ort. Es gelte, Verletzungen zu vermeiden.
  • Es habe Fälle gegeben, wo der Zusteller morgens vor Ort war und die Straße nicht befahrbar – und kurz danach sei sie geräumt gewesen. Aber deswegen kommt der Postbote nicht zurück.“
  • Das Rad sei vielfach nicht nutzbar gewesen, „die Kollegen mussten es schieben“. Dem entsprechend langsam ging es mit der Verteilung.

Insgesamt sei die Post durch Schnee und Post noch immer beeinträchtigt. „Aber die Kollegen tun alles, damit sich das ändert“, versichert Ernzer. In den kommenden Tagen werde sich mit dem Tauwetter der Betrieb nach und nach normalisieren. Mit dem Schnee schmelzen auch die Briefberge. Die Rückstände würden nun immer weniger. Bald werde man wieder zuverlässig austragen, „aber wir geben zu: Das hat erheblich gelitten“. Die Folge: Viele Kunden hätten Verständnis, aber einige seien auch sauer gewesen.

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