Schon Tradition

Tausende Werler fahren zur Soester Kirmes

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Bereits am frühen Morgen treffen sich viele gut gelaunte Freunde und Gruppen am Werler Bahnhof, um nach Soest zu fahren.

Schon früh sind am Donnerstagmorgen viele Werler auf den Beinen, um den Zug zu nehmen. Das Ziel: Pferdemarkt in Soest.

Werl/Soest - Auf dem Gleis am Werler Bahnhof versammelt sich eine Menschenmenge, bereits vor 9 Uhr sind 300 Leute vor Ort. So geht es auch in den folgenden Stunden weiter.

Die ersten Züge sind so voll, dass oftmals in Westönnen kein Einstieg mehr möglich ist. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre fahren viele Holtumer und Büdericher nach Hemmerde, um dort in die RB59 Richtung Soest zu steigen. „Das ist bei uns schon Tradition“, sagt ein Holtumer.

Alle Jahre wieder

Generell ist das T-Wort in aller Munde. So treffen sich vor der Abfahrt zum Pferdemarkt – wie schon in den vergangenen Jahren – einige Werler zum Frühstück in den Werler Bäckereien und Cafés. Es gibt feste Freundeskreise, die sich Jahr für Jahr verabreden, um gemeinsam nach Soest zu fahren. Für die Kirmes nehmen sie sich extra Urlaub.

Dass einige Züge ausfallen oder zu spät kommen, tut der guten Stimmung keinen Abbruch – „so ist das halt, wenn alle nach Soest wollen“, sagt einer der Reisenden.

Nicht nur die Bahn hat bis zum 10. November Hochkonjunktur – auch die Bus- und Taxiunternehmen im Kreis. Wenn man nicht zuvor gebucht hat, ist an ein freies Taxi nicht mehr zu denken. Auch die Sonderbusse werden gut genutzt.

Buntes Treiben noch bis Sonntag

Auf dem Pferdemarkt angekommen, treffen die Werler viele Freunde wieder, die sie dort jedes Jahr sehen: Tradition eben. Noch bis Sonntag geht es an den Losbuden und Schießständen um Kuscheltiere und Lebkuchenherzen für die Liebsten, gibt es Champignons in Knoblauchsoße, einen halben Meter Bratwurst oder Crêpes – und natürlich das beliebte Bullenauge.

Die Karussells und Fahrgeschäfte auf der größten Altstadtkirmes Europas schrammen so nah an den Häuserfronten vorbei, dass man das Gefühl hat, gleich im Wohnzimmer eines Soesters zu sitzen, und im Bördezelt wird bis in die späten Abendstunden bei einer Maß Bier ein Prosit auf die Gemütlichkeit angestimmt. Über die Rückfahrt müssen sich die Werler dank Bahn, Bus und Taxi keine Gedanken machen – „das wird schon klappen, hat immer geklappt“, heißt es da. Tradition eben...

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