Überholverbot wird nicht ausgeweitet

B63: Laster dürfen nachts nur noch Tempo 30 fahren

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In der Ortsdurchfahrt Hilbeck wird in Kürze Tempo 30 für Lastwagen gelten.

Werl - Lastwagen dürfen in den Nachtstunden künftig nicht mehr schneller als Tempo 30 durch Hilbeck fahren. Die Stadt werde die neue Beschilderung an der Bundesstraße 63 gegenüber Straßen-NRW in den nächsten Wochen anordnen. Das teilte die Verwaltung jetzt in der Ratssitzung mit.

Auf diese Weise soll der Straßenlärm, dem die Anwohner ausgesetzt sind, verringert werden. Die zunächst geplante Ausweitung des Überholverbots wird es nicht geben. 

Bei der jüngsten Verkehrsbesprechung seien noch einmal zwei mögliche Varianten besprochen worden: Eine Temporeduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde für Laster von 22 bis 6 Uhr in Kombination mit einem Überholverbot für Autos und die Temporeduzierung ohne Überholverbot. Stadtverwaltung, Bezirksregierung, Straßen-NRW und die Polizei hätten sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass zunächst nur die Geschwindigkeitsreduzierung für Lastwagen in den Nachtstunden angeordnet werden soll, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Für Autos gilt das Tempolimit nicht 

Für Autos wird das neue Tempolimit ausdrücklich nicht gelten. Dagegen hatte sich Straßen-NRW ausgesprochen. Außerdem sei die Lärmbelästigung so nicht wesentlich zu verringern, hieß es bereits im Sommer von Seiten der Verwaltung. 

„Auf die Ausweitung der Überholverbote wird vorerst verzichtet, weil sich die Abschnitte ohne Überholverbot auf gerader Strecke befinden und in diesen Bereichen auch keine Einmündungen liegen.“ Zurzeit gilt ein Überholverbot nur auf einigen Abschnitten der viel befahrenen Bundesstraße. 

Schilderwald fällt etwas lichter aus

Als Bürgermeister Michael Grossmann und Ordnungsamtsleiterin Clarissa Stich im August erstmals über das geplante Tempolimit und das mögliche Überholverbot informierten, hatten sie die Befürchtung geäußert, dass dies an der B63 zu einem Schilderwald führen könnte. Mit dem Verzicht auf das Überholverbot fällt dieser nun zumindest etwas lichter aus. 

In der Vergangenheit waren zahlreiche Lösungsansätze diskutiert worden, um den Fahrzeuglärm in der Nacht einzudämmen. Ein Nachtfahrverbot lehnte das Verkehrsministerium ab. Unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass zunächst weniger einschneidende Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen seien. Hilbeck Ortsvorsteher Karl-Wilhelm Westervoß (CDU) sagte zur Mitteilung der Verwaltung im Rat: „Mich freut ein Wort: zunächst. Weil die Maßnahme nicht ausreichen wird.“ 

Forderung eines Nachtfahrverbots

Westervoß hatte wiederholt ein Nachtfahrverbot für Lastwagen gefordert. 30 Kilometer Umweg seien den Lastwagen sehr wohl zumutbar, hatte Westervoß vor wenigen Wochen gesagt. Solange es noch nicht beseitigte Fahrbahnschäden gebe, sollte seiner Meinung nach auch tagsüber generell Tempo 30 und ein Überholverbot gelten.

Das Ministerium hatte ein Nachtfahrverbot mehrfach klar abgelehnt. Und Bürgermeister Michael Grossmann brachte seine Verärgerung darüber zum Ausdruck, dass dieser Vorstoß trotzdem immer wieder aufs Neue versucht werde.

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