Überlegungen laufen

Wie geht es weiter mit dem Nichtschwimmerbecken?

Ist das Wetter gut, ist das Werler Freizeitbad gut besucht: Die Aufnahme aus der Luft zeigt links das große Nichtschwimmerbecken.
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Ist das Wetter gut, ist das Werler Freizeitbad gut besucht: Die Aufnahme aus der Luft zeigt links das große Nichtschwimmerbecken.

Das Nichtschwimmerbecken ist schon lange in die Jahre gekommen. Und daher, sagt BBG-Chef Ulrich Canisius auf Anfrage, mache man sich „logischerweise“ Gedanken darüber, wie in Zukunft mit dem Becken verfahren werden soll.

Werl - Zurzeit sitzen in Werl alle auf dem Trockenen: Die Badegäste, weil sie das Bad nicht nutzen können – und die Bäder- und Beteiligungsgesellschaft (BBG) , weil sie weder im Wasser, noch im Geld schwimmt.

Da passt es ins Bild, dass im Nichtschwimmerbecken des Freibads zuletzt das Wasser abgelassen worden ist, um es wie in jedem Jahr auf Schäden zu untersuchen und die zunehmenden Macken auszubessern. Ein Prozedere, das nicht ewig so weiterlaufen kann, wie auch die Bädergesellschaft weiß.

Es stellt sich dann auch die Frage nach Größe, Lage und Zuschnitt des Nichtschwimmerbeckens

Ulrich Canisius, Geschäftsführer der Bäder- und Beteiligungsgesellschaft (BBG) Werl

„Ganz locker“ habe sich die BBG in dem Zusammenhang bereits mit der Frage beschäftigt, was es denn kosten würde, das Becken mit Edelstahl auszukleiden. „Es stellt sich dann auch die Frage nach Größe, Lage und Zuschnitt des Nichtschwimmerbeckens“, sagt Ulrich Canisius.

Fakt ist: Die Bädergesellschaft müsste viel Geld in eine Erneuerung stecken. Ein hoher sechsstelliger Euro-Bereich wäre für das jahrzehntealte Becken aufzubringen. Geld, dass man nicht hat. Daher werde man schauen, ob womöglich über Fördermittel etwas machbar ist.

Ulrich Canisius betont aber, dass kurzfristig kaum etwas geschehen wird, „wenn nicht ein Förderprogramm vom Himmel fällt“. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung der BBG bis 2024 ist die Erneuerung des Nichtschwimmerbeckens nicht vorgesehen. „Aber natürlich müssen wir uns permanent Gedanken machen über die Weiterentwicklung und Verbesserung der Werler Bäder.“

Das Nichtschwimmerbecken mit einer 18 Meter langen Rutsche ist 1 000 Quadratmeter groß. In früheren Zeiten hatte es Schlagzeilen gemacht, weil Farbabplatzungen am Beckenboden zu blutenden Verletzungen an Füßen von Badegästen geführt hatten. Das gehört aber der Vergangenheit an.

Die Becken und Angebote im Werler Bad

Das Werler Freibad verfügt zudem über ein 25 Meter langes Edelstahlbecken für Schwimmer sowie über ein erst kürzlich saniertes Babybecken. Zudem gibt es im benachbarten Hallenbad ein 25 Meter langes Sportbecken mit einer 3-Meter-Sprunganlage, ein Nichtschwimmerbecken sowie ein Babybecken. Innen liegend ist auch die noch junge 70 Meter lange Riesenrutsche im Rutschenturm, die vom Hallenbad- wie auch vom Freibadbereich aus genutzt werden kann. Werl verfügt über ein Allwetter-Schwimmbad. Auch in der Sommersaison ist das Hallenbad mit geöffnet.

In den Genuss eines Förderprogramms („Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“) war die Bädergesellschaft zuletzt bei der Beleuchtung gekommen. Sie soll im Hallenbad auf LED-Technik umgerüstet werden. Die Gesamtkosten liegen bei 130 000 Euro, der Eigenanteil für die BBG beläuft sich auf 13 000 Euro. Das zeige, wie schnell sich so etwas entwickeln kann, merkt Ulrich Canisius an.

Saisonstart geplant

Die Bädergesellschaft bereitet sich trotz der anhalten Zwangsschließung durch die Corona-Pandemie auf die Freibad-Öffnung vor. Für Mitte oder Ende Mai und damit später als üblich ist das angedacht – wenn denn die epidemische Lage das zulässt. „Es weiß ja niemand, wie sich die Zahlen entwickeln“, sagt Bäder-Chef Ulrich Canisius. Aber sobald geöffnet werden darf, dann will das Bäderteam vorbereitet sein. Man plane mit einer Saison unter Pandemie-Bedingungen wie im Vorjahr, sagt Canisius. Demnach darf nur eine bestimmte Zahl Schwimmer zeitgleich im Bad sein, zwei Zeit-Blöcke wird es täglich geben. Zunächst aber bleibt das Bäderteam in Kurzarbeit. Seit Oktober ist auch das Hallenbad geschlossen. Technisch ist das kein Problem – aber die Einnahmen fehlen. Zumindest aber spart die Stadt beim Strom und bei den Heizkosten, weil das Wasser nicht warm sein muss.

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