Erfreuliche Nachrichten vom neuer Besitzer Lafayette

Standort-Garantie für Kettler in Werl und Ense

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Der Kettler-Hauptsitz in Parsit hat ebenso wie die Werke in Werl eine Standort-Garantie vom neuen Besitzer erhalten.

Werl/Ense - „Kettler war, ist und bleibt ein deutsches Unternehmen“: Mit deutlichen Worten hat der neue Besitzer des geretteten Traditionsunternehmens eine Standort-Garantie für die Werke in Werl und den Stammsitz in Parsit gegeben.

Klar ist bei Lafayette aber ebenso: Es stehen im neuen Jahr Veränderungen an.

„Wir haben mit unserem Investor in den vergangenen Tagen und Wochen sehr intensiv die Stärken, das Potenzial und auch Risiken von Kettler diskutiert“, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Bei dieser sorgfältigen Prüfung werden selbstverständlich auch Szenarien hinterfragt, wie das Unternehmen sich schlagkräftiger und flexibler aufstellen kann“, heißt es weiter.

Nach den Weihnachtsferien werde man mit Lafayette „einzelne Potenziale und Chancen gemeinsam so gründlich wie nötig und so zügig wie möglich weiter analysieren, gegebenenfalls die notwendigen Entscheidungen treffen und diese dann – wie es sich gehört – gegenüber den Mitarbeitern kommunizieren.“ 

Es ist davon auszugehen, dass der Freizeitartikler neuer Produktfelder zu erschließen versucht. Aber es steht auch zu erwarten, dass der neue Besitzer eine Verzahnung zu seinen anderen Betrieben suchen wird. Heißt: Kettler wird in die Firmengruppe eingebunden, wird auch Aufgaben für andere Lafayette-Beteiligungen. 

Aufgaben für andere Betriebe 

Zuletzt beteiligte sich die auf den deutschsprachigen Raum fokussierte Lafayette unter anderem an Formwerk, Wecubex (ehemals Wuppermann Systemtechnik), Münsterland J. Lülf, Josef Schimmel Adelsheim, Wessel-Werk, BBS, Elixia Health & Wellness, aber auch am GW Verlag und Facts-Verlag. man biete, so die Firmenphilosophie, „in Wachstums-, Umbruch- oder Sondersituationen den Unternehmen langfristig Eigenkapital“. 

Kettler geht davon aus, dass das erste halbe Jahr 2019 „von Veränderungen geprägt sein wird.“ Das werde sich auf Produktionsabläufe, aber auch den administrativen Bereich beziehen. Dass es jene Veränderungen braucht, sei allen Verantwortlichen bewusst. Im Vordergrund stand nun aber zunächst die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Belieferung der Kunden. 

Hier lesen Sie alles zum Thema Kettler

500 Mitarbeiter gehen nach den Weihnachtsferien also den Weg mit Kettler weiter – und hoffen auf ruhige Zeiten nach dem turbulenten Jahr, in dem das Schicksal des Unternehmens am seidenen Faden hing und fast schon besiegelt war. In einer dramatischen Rettungsaktion wurde das Aus für Kettler nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist noch abgewendet.

Zuletzt wurde dann nach der angekündigten Kündigung von 216 Beschäftigten zum Februar der Lafayette-Einstieg vermeldet, der die insolvente Kettler GmbH übernahm und nun neu ausrichten will. Den Erwerb von Vermögenswerten in einer Holding und weiteren Tochtergesellschaften zu strukturieren sei „üblich und zweckmäßig“, sagt die Lafayette Mittelstand Capital zur Gründung der neuen Kettler Holding GmbH und der neuen Tochtergesellschaften Kettler Freizeit GmbH und Kettler Plastics GmbH.

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