Nach Brandkatastrophe

Neue Sporthalle und Anlagen für über sieben Millionen Euro

So soll die neue Zweifachhalle aussehen. Links der umgebaute Geräteraum
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So soll die neue Zweifachhalle aussehen. Links der umgebaute Geräteraum.

Dass Politik und Verwaltung nach dem Brand der Sporthalle im Sportpark nicht lange mit dem Neubau gefackelt hätten, kann man nicht behaupten: Vor nahezu vier Jahren ging die alte Halle nach einer ungeklärten Brandstiftung in Flammen auf. Nun aber soll Ersatz her: eine deutlich größere Zweifachhalle. Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte 2022 sein. Die Baukosten samt Umfeldgestaltung liegen bei über 7 Millionen Euro.

Die Verwaltung legt der Politik für den Hauptausschuss am 17. Juni zwei Entwürfe vor. Einziger Unterschied: Entwurf 2 bezieht einen zusätzlichen Multifunktionsraum, von der CDU ins Spiel gebracht, mit ein – was Mehrkosten (410 000 Euro) nach sich ziehen und den Baukörper vergrößern würde.

Zur von der CDU angestoßenen Diskussion um die Notwendigkeit einer Tribüne für 199 Zuschauer bezieht die Verwaltung Stellung: Beide Entwürfe sehen eine dreireihige Tribünenkonstruktion vor. Denn die Verwaltung hält den Zuschauerbereich „weiterhin für erforderlich“.

Im März beschloss die Politik das Raumprogramm für die Zweifachhalle mit einer Nutzfläche von 1 750 Quadratmetern. Kosten: 5,040 Millionen Euro. Käme ein Multifunktionsraum hinzu, erhöhen sich neben der Nutzfläche (1 900 Quadratmeter) auch die Kosten: auf 5,450 Millionen Euro. Geht es nach der Verwaltung, soll der Entwurf 1 umgesetzt werden.

Sekundarschule und Mariengymnasium benutzten die abgebrannte Halle, zudem Vereine (Tischtennis, Fußball und Basketball). Nun soll nach langem Ringen der Werler TV schwerpunktmäßig die neue Halle nutzen, aber auch die DJK mit ihren Ballsportarten. Der Ersatzbau soll auch deswegen größer als die alte Halle ausfallen, da die Overberghalle aufgrund Sanierungsstaus aufgegeben werden soll, sobald größere Schäden auftreten.

Gefördert werden soll alles durch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Dabei ist auch eine Verbesserung der unzureichenden Parkplatzsituation im Sportpark geplant. Er wird vergrößert. Der sanierungsbedürftige „Gummiplatz“ fällt weg, neben der neuen Skateanlage auf der Wiese neben dem Bad soll dafür ein multifunktionales Minispielfeld entstehen.

Der Geräteraum der DJK neben dem Buchgeisterstadion soll für 250 000 Euro optisch an die neue Halle angepasst werden, mit Klinkern und lichtdurchlässigen Glaselementen. Dazu wird das Dach entfernt. Zudem soll die Einzäunung des Stadions verlegt werden, um Platz zu haben für einen intergenerativen Bewegungspark. Die Neuordnung der Wege sowie 96 Parkplätze für Pkw und zwei für Busse sind vorgesehen, ebenso die Verlegung des Salzbachs, der bislang südlich der Bahn in einer Rinne verläuft und künftig nördlich der Gleise ein neues Bachbett finden soll.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7,080 Millionen Euro (bei Einbezug eines Multifunktionsraums 7,460 Millionen). Schon jetzt weist die Verwaltung darauf hin, dass es wegen der Situation am Bau hinsichtlich gestiegener Preise und Lieferengpässen „zu Kostensteigerungen kommen kann“. Kostenentlastend: Aus dem Brandschaden erhält Werl 1,141 Millionen Euro von der Versicherung.

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