Schulstart nach den Herbstferien

So stellen sich die Schulen auf die neuen Corona-Vorgaben ein

Sälzer-Sekundarschule Werl, Corona
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In den Klassenräumen soll alle 20 Minuten gelüftet werden. Daher tragen die Schüler neben der Maske auch Jacken am Platz. 

Am Montag haben die Schulen nach den Herbstferien wieder den Betrieb aufgenommen - mit den neuen Corona-Verordnungen des Landes. Doch wie kommen die an?

Werl – Während der Herbstferien schossen die Inzidenzwerte in Werl wie auch im ganzen Land nach oben, schärfere Corona-Regeln traten vielerorts wieder in Kraft. Für die Schüler, Eltern und Lehrer brach damit eine Zeit der Ungewissheit an, schließlich wusste niemand, wie das Schulministerium angesichts der neuen Entwicklung reagieren und welche Maßnahmen es für die Lehranstalten veranlassen würde.

Vorgaben sind alt bekannt

Doch das große Rätselraten hat nun ein Ende. Gestern starteten die Schulen wieder regulär ihren Betrieb – unter den neuen Vorgaben aus Düsseldorf. Die sind allerdings alles andere als neu, sondern vielmehr alte Bekannte. „Eine große Umstellung ist es für uns deshalb nicht“, meint Sandra Schenkel, Leiterin der Werler Sälzer-Sekundarschule.

In den weiterführenden Schulen gilt ab sofort wieder die Maskenpflicht auch im Unterricht, so wie es für kurze Zeit nach den Sommerferien bereits vorgegeben war. „Wir hatten es den Schülern aber ohnehin die ganze Zeit über freigestellt, die Masken auch an ihrem Platz zu tragen“, erzählt Schenkel. „Sehr viele haben das auch getan, weil sie sich so sicherer gefühlt haben.“ Die erneut verordnete Verpflichtung dazu sei daher überhaupt kein Problem. Des Weiteren schreibt Düsseldorf den NRW-Schulen nun einen bestimmten Lüftungsrhythmus vor.

Alle 20 Minuten lüften

Alle 20 Minuten und in jeder Pause sollen für fünf Minuten alle Fenster geöffnet werden, zudem ruft das Schulministerium auf, so oft wie möglich querzulüften. „Wir haben aber natürlich auch schon vor Corona regelmäßig gelüftet“, berichtet Kim Wawroschek, Leiterin der Petri-Grundschule. „Und vor den Herbstferien haben wir diesen Rhythmus schon ebenfalls beachtet.“

Die Landtagsopposition kritisiert die Lüftungsregel der Regierung mit der Begründung, dass es so in den kommenden Wochen ziemlich kalt in den Klassenzimmern werden würde. Ein Problem, für das die Schulen schnell eine Lösung gefunden haben. „Wir empfehlen unseren Schülern, eine Jacke oder einen Pullover mitzubringen“, sagt Schenkel. In der Petrischule setzt man auf den „Zwiebellook“. „Dann können die Kinder sich je nach Temperatur anziehen“, erklärt Wawroschek.

Schulleiter kritisieren Vorgaben

Aktuell möchte das NRW-Schulministerium trotz der steigenden Fallzahlen am Präsenz-Unterricht im Klassenverbund festhalten. Die Vereinigung der Schulleiter hält diesen Plan wegen der „aktuellen und zu erwartenden Neuinfektionen für zu kurz gegriffen und letztendlich unverantwortlich“, wie es in einer Mitteilung heißt. Sie fordert stattdessen eine Aufteilung von Gruppen oder rollierende Systeme, wie es sie kurz nach dem Corona-Neustart gegeben hatte. „Ich denke aber, dass es so im Moment das Beste ist“, stimmt Wawroschek der Kritik der Vereinigung nicht zu.

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